Shahanda

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  • Eine kleine Beschreibung zu Sha!
    ┈┈┈┈┈┈┈┈┈┈┈━═| Steckbrief
    ► Name
    Shahanda

    ► Alter
    24

    ► Rasse
    Mensch

    ► Herkunft
    Calpheon

    ► Berufung
    Gelehrte, Magierin

    ► Erscheinung
    Selbstbewusst, Humorvoll

    ┈┈┈┈┈┈┈┈┈┈┈━═| Die ersten Eindrücke
    Zu den visuell herausragendsten Qualitäten dieser Frau würde unumstritten ihr Haar zählen. Es ist nicht der Schnitt, den sie frei und gepflegt teils über ihre Schultern und teils bis hin zu ihren Schulterblättern verlaufen lässt. Auch sind es nicht die wenigen Strähnen die sie zumeist bewusst in einer verspielt wirkenden Weise frei herabfallen lässt, sondern die meeresblaue Farbtönung. So mancher behauptet sie müsse sich jene färben um den Ton zu erhalten, andere hingegen meinen sie hätte jene von Natur aus. Die letzte Gruppierung würde aber behaupten, es liegt eindeutig daran, da sie magisch begabt ist. Letztere Theorie mögen die Meisten am liebsten glauben, denn die Spitzen weichen von dem intensiven Meeresblau ab und verfallen in einen deutlich helleren Blauton.

    Der harmonierende Zusammenhang dieser Farbe legt sich allerdings genauso auf die ihrer Augen. Jene besitzen einen ebenso intensiven meeresblauen Farbton, in dessen Blicken die Gefahr bestehen könnte, versinken zu können. Hervorgehoben werden jene abermals mit etwas schwarzem Liedschatten.

    Darüber hinaus hält ihr Gesicht eine formschöne und ansehnliche Form, die mit ihrem Verhalten gut resoniert. Ein Grummeln hört man selten von dieser Dame, dafür aber des Öfteren ein erwärmendes Lächeln. Die Stimmlage, die ihr Lippenpaar verlässt, trägt einen angenehmen Klang mit sich, was ihre freundliche Gesamtausstrahlung untermalt.

    Folgen musternde Blicke anschließend Shahandas Körperbau, lässt sich eine schlanke Silhouette erblicken. Jene scheint eine durchschnittliche Größe für die Frauen der Menschen zu besitzen, wirkt dabei durchaus erwachsen und reich an weiblichen Reizen. Da sie jedoch zumeist in einer Robe umherzieht, ist es schwerer jene zu entdecken, doch sollte sie in ihrer Freizeit anders anzutreffen sein, kann der erste Eindruck durchaus bestätigt werden. Schlank wäre das treffende Worte um ihren Körper zu bezeichnen. Athletische Eigenschaften wie Muskeln fehlen allerdings, wobei man ihr ansehen kann, dass sie dennoch die eine oder andere Übung tätigen muss, da ihr Körperbau eine reizende weibliche Form wahrt. Selbiges gilt für ihre schlanken langen Beine, die sich dabei zeigen würden. Die meisten Aspekte sind jedoch Indizien die sie als Magierin identifizieren.



    ┈┈┈┈┈┈┈┈┈┈┈━═| Ein kleiner Hintergrund
    (Geführt wird dieser in Form eines Tagebuches, weshalb er respektive in der ersten Person geschrieben ist und in Zukunft unter anderem ergänzt wird.)

    Tagebuch
    Auszüge aus dem 15. Lebensjahr
    2 Einträge

    | 4. Januar
    Heute dachte ich daran Annalea spontan mit einem Besuch zu überraschen und das am besten bevor Sie zuhause ist. Eine Abkürzung ist also gefragt durch eine der zahlreichen Zwischengassen. Doch da traf ich Anna eher an als geplant, allerdings bemerkt sie mich wohl nicht. Zwei vermummte Gestalten haben von ihr etwas dabei bekommen. Ein Geschenk oder eine Bezahlung? Ich nehme am besten einen anderen Weg.

    | 7. Juli
    Von der Theorie die ich in den letzten Wochen zu lernen habe, bekomme ich langsam genug. Vor allem gerade jetzt zur Sommerszeit. Annas Persönlichkeit beginnt sich aber zu verändern. Sie wirkt direkter und scheint nicht mehr all zu oft gut gelaunt zu sein. Ob sie in Schwierigkeiten steckt?

    Auszüge aus dem 16. Lebensjahr
    4 Einträge

    | 4. Dezember
    Annalea bat mich heute um einen Gefallen. Zu einem seltsamen, denn dieser war mitten in der Nacht bei einem Stall. Ich dachte zumindest dadurch zu erfahren, was sie bedrückt, weshalb ich ohne nachzufragen eingeschlagen habe. Anna erschien dann auch mit einem Karren der mit größeren Kisten befüllt ist, was doch etwas seltsam ist. Mich hat sie dabei nur gebeten hinten zu sitzen und.. ‚aufzupassen‘. Ich weiß nicht ob sie das geplant hat, aber es kamen tatsächlich Leute.. ich konnte sie nicht erkennen, aber sie waren scheinbar hinter uns her. Nichtsdestotrotz haben wir sie abgeschüttelt, da sie nicht mithalten konnten. Anna führte uns ein Mal um Calpheon herum, wo es bei einem der anderen Eingänge keine Wachen gab, was seltsam war. Anschließend wählte sie einen Rückweg, der bei mir zuhause entlangführte, wo sie mich auch absetzt. Meine Proteste, dass sie mir sagen sollte was das alles war und sollte waren leider vergebens.

    | 8. Januar
    In den vergangenen Wochen blockt Anna alle Fragen auf diese Nacht hin ab. Vor allem gab es in den letzten Wochen genauso viele Raubüberfälle, die sich gehäuft haben und andere Dinge von denen man mir nichts erzählte. Ich kann nur hoffen, dass sie in Ordnung ist. Eben deshalb beschloss ich Annalea heute wieder zu folgen, weshalb ich genau das gesehen habe, was im letzten Jahr bereits war. Sie traf sich wieder mit so einer vermummten Person, dieses Mal aber ging ich nach Hause. Ohne Fragen oder sonst etwas.

    | 1. Februar
    Streit. Anna hat mitbekommen, dass ich ihr folgte und dies gefiel ihr gar nicht. Es wirkt aber seltsam was sie macht und schließlich geht das schon seit über einem Jahr so.

    | 10. Februar
    Der Streit hat endlich sein Ende genommen und ich war überrascht als dieses Mal Anna zu mir kam. Sie meinte auch, dass sie in den letzten Tagen weniger oft damit zu tun zu hat, allerdings sagt sie mir immer noch nicht was es ist. Außerdem hat sie sich verändert, sie wirkt körperlich so, als wolle sie zur Wache gehen – trainiert.

    Auszüge aus dem 17. Lebensjahr
    6 Einträge

    | Zusammenfassung des ersten Vierteljahres
    In dem Jahr lerne ich sogar wohl auch einige Sachen über die Alchemie. Mal sehen wohin mich das bringt. Magisch geht es auf jeden Fall gut voran, worauf ich auch etwas stolz bin. Die Sachen werden aber auch nicht weniger, die meine Eltern wollen, dass ich lerne. Dieses allgemeine Zeug.. naja. Ich sollte aber weiterhin daran bleiben Annalea im Blick zu behalten. Sie meinte vor einem halben Jahr, sie würde nicht mehr nachts verschwinden oder diese Leute treffen, aber als ich die letzten Male bei ihr vorbeispazierte, war sie nicht zuhause.

    | 13. April
    Nachmittags bat mich Anna wieder um einen Gefallen, bei dem ich Sie dieses Mal jedoch begleiten soll. Eine Chance mehr herauszufinden? Zumindest klingt das positiver. Das Ziel war eine Ausstellung von Waren aus Tarif. Dies lies mich voller guter Dinge sein, weil irgendwie war ich auch neugierig, denn ich habe Gerüchte von Schwarzmagierinnen gehört. Doch so schnell ein guter Eindruck aufkommen kann, kann er auch schwinden. Annaleas Aufmerksamkeit entführte uns zu geschlossenen Bereichen, bei denen sich herausstellt, dass es bei dem Abend gar nicht darum ging ihn hier auszuklingen zu lassen. Während Anna beginnt ein seltsames, vermutlich magisch berührtes Objekt zu entwenden, erscheint eine Patrouille, die ohne zu zögern uns abzuhalten versucht. Ich war anfangs gefesselt vor Schreck, denn ich hatte immer noch Schwierigkeiten die Situation zu verstehen. Hat mich Anna tatsächlich zum Diebstahl mitgenommen? Doch als sich nach wenigen Augenblicke herausstellte, dass eine der beiden Wachen magisch begabt ist, hat Anna bereits den Gegenstand gesichert und zog mich in einen naheliegenden Garten. Der Raum hatte schließlich einen Eingang und Ausgang. Die Schritte halfen genauso wieder meine Gedanken zu ordnen, denn spätestens nun wird mir vollkommen bewusst, dass das hier gerade nichts Gutes verheißt. Noch will ich aber nicht akzeptieren, dass dies Annalea ist, die das plante.. schließlich war seine meine erste und engste Freundin. Der Garten war groß und hatte nur wenige Büsche hinter denen wir uns hätten verstecken können, weshalb uns nur der Weg über die offene Fläche überblieb und der magisch begabten Wache es ermöglichte, mühelos einen magischen Angriff zu starten. Auf Annas drängenden Worten hin begann ich das umzusetzen was ich vor kurzem am Erlernen war. Ich frage mich immer noch, weshalb sie genau wusste, die dieser Schutzzauber sich nannte. So begann ich ihn zu wirken allerdings wusste ich genau, dass ich ihn weder perfektioniert hatte und nur mäßigen Erfolg hatte. Hinzu kommen das gedankliche Chaos, die Fragen, der Stress und die Eile mit denen ich meine Beine über den Garten tragen ließ, was letzten Endes den Zauber nicht so wirken ließ wie ich es wollte. Nach hinten blicken konnte ich nicht, aber mir war klar, dass man uns abhalten wollte, genauso wenig wollte ich aber, dass Anna festgenommen wird. Plötzlich schlägt allerdings neben mir etwas lautes ein. Daneben? Nicht ganz, denn der Stoff an einem meiner Lieblingsoberteile am rechtem Unterarm war hinüber und die Krönung war, dass ich bis zum nächsten Morgen, also heute, taub auf der Hand war. Letzten Endes, nachdem der Garten verlassen worden ist, nahm dies alles noch nicht sein Ende, denn die andere Wache stand bereits wartend hier, mitsamt einem erhobenen Knüppel und einem dreckigen Grinsen. Jenes entschwand allerdings schnell mit einem Seufzen, denn als meine Blicke tiefer an ihm herab wanderten, sah ich nur noch aus meinen Augenwinkeln die nach vorne erstreckte, wenn auch sogar zeigende, Hand von Annalea, während genau vor ihr an einer der Seiten der Wache ein Wurfmesser haftete. Erneut brach Schock über mich bei diesem Anblick herein. Anna hatte es jedoch eilig, denn sie zog mich direkt wieder mit sich durch verwinkelte Gassen um scheinbar zu entkommen. Was vor wenigen Jahren als Zweifel an meiner Freundin begonnen hatte, wurden mittlerweile stärker, mitsamt dem großen Gefühl, dass sie mich benutzt. Mittlerweile bin ich dabei meine Naivität fallen zu lassen aber wie der Abend weiter ging.. das kommt morgen, gerade will ich einfach nur nochmal einschlafen. Die Sonne ist noch nicht ganz aufgegangen.

    | 17. April
    Gerade ist endlich wieder der Zeitpunkt gekommen, an dem ich dieses kleine Büchlein zur Hand genommen habe. So viele Erinnerungen die ich hier drinnen habe. Nicht verwunderlich, denn ich brauche auch bald ein zweites. Vielleicht ist es auch besser so, dass ich es in den letzten Tagen nicht angegriffen habe. Zwar denke ich, dass mein Gedächtnis gut ist, aber vielleicht kann ich das ganze so besser verdrängen. Hm…
    Dabei ist heute gar nichts aufregendes geschehen. Ich muss mir aber neue Kerzen kaufen, weil die Eine vor mir gerade gleichzeitig meine Letzte ist und die ist spätestens morgen ausgebrannt. Eventuell schaffe ich es auch zur Bibliothek, es gibt da ein paar Formeln die mir gerade so durch den Kopf gehen, die mich interessieren würden.


    | 28. Juli
    Ist es wirklich richtig was Annalea macht? Ich will gar nicht wissen woher sie diesen Ring hatte. Es war definitiv ein Edelstein, ein echter. Aber ich kann doch nicht einfach zur Wache gehen und sie ausliefen, oder doch? Schließlich kenne ich sie bereits so lange und sie unterstützt mich bei meinen magischen Studien. Wenn es eine Person gibt, die meine Zauber sehen will ist sie sogar eifriger als mein Lehrer. Da frage ich mich, ob sie ihm nicht die Ausbildung entreißen will.

    | 4. September
    Die Lehren werden immer anstrengender und die Perfektion über all das magische, sei es Theorie oder Praxis, wird immer gefragter. Wie oft habe ich mir diese Frage wohl schon hier drinnen gestellt? Achja.. nicht in diesem Buch, sondern im vorherigem. Schade, dass ich nicht vier Tage eher begonnen habe, der Anfang mit dem ersten wäre etwas Schöneres gewesen.
    Heute ging ‚sie‘ allerdings wieder in Begleitung zweier Gestalten durch die nächtlichen Straßen. Ob es Zusammenhänge mit den vergangenen kriminellen Geschehnissen gibt?
    Ich bin aber aufgeregt wegen Morgen. Das wäre die perfekte Gelegenheit für das neue Kleid!


    | 5. September
    Das Fest war großartig! Tatsächlich ein Abend, bei dem ich mir nicht all zu viele Sorgen wegen meiner Umgebung machen musste, besonders nicht um Annalea. Allerdings fand ich es doch seltsam, dass sie sich mit Rotwein bekleckert hat, da sie sonst immer in so hohen Tönen von ihrer Geschicklichkeit spricht. Naja gab es nicht so einen Spruch, dass wenn jemand zu viel spricht, dass es auf ihn zurückkommt? Trifft sich wohl in dem Fall!

    Auszüge aus dem 18. Lebensjahr
    6 Einträge

    | 22. November
    Bisher war das ganze Lernen immer anstrengend aber irgendwie beginne ich darauf Stolz zu sein. Mit all den Dingen kann ich theoretisch so vielen Personen helfen.. würden dies nur mehrere machen.. dann gäbe es keine Notlagen wie die Slums.
    Immer noch bin ich etwas schockiert davon, dass mich Annalea davon abhalten wollte, die Kräuter die wir vor ein paar Tagen gesammelt hatte, bei einem bedürftigen Mann zu verwenden. Seine Wunde hätte sich bei dem Fall über die Treppe durchaus infiziert. Ich frage mich aber immer noch, ob sie aus Ekel vor der Verletzung ging, oder etwas anderem.


    | 30. Mai
    Ich kann es nicht fassen, dass ich wieder darauf reingefallen bin. Ab heute ist aber genug davon, ich werde nicht mehr mit Annalea zu Veranstaltungen gehen. Ich hätte rein gar keinen Zauber heute wirken sollen. Jetzt weiß sie es aber. Ich habe immer noch Halsschmerzen, von meiner Meinung die sie zu hören bekam. Eine weitere Ungerechtigkeit aus ihrer Richtung und ich melde mich bei den Wachen.

    | 3. Juni
    Ich bin zufrieden mit meiner neuen Wohnung! Der Auszug aus dem Elternhaus macht sich bereits jetzt bezahlt, vor allem da es nicht andauernd irgendwelche Gäste gibt. Apropos Gäste, Annalea hatte die hübsche Smaragdkette heute gar nicht dabei. Ungewöhnlich für sie, dass sie sonst in einer Masche damit angibt. Ich hoffe nur, dass sie diese.. wenn ich so darüber nachdenke würde ich mich eigentlich ‚schämen‘ mit was für Worten ich eine ‚Freundin‘ gerade zu beschreiben versuche.. naja dass sie diese zumindest mit ihrem eigenem Silber erworben hat. Solange ich es aber nicht weiß ist dies etwas anderes. Vielleicht frage ich sie das nächste Mal wo sie sie gelassen hat.
    Nichtsdestotrotz, ich muss noch ein paar Dinge umstellen, ansonsten wird der Alchemistisch nicht all zu gut passen. Oder vielleicht kaufe ich mir doch vorerst ein größeres Bett? Genug dieser Gedanken, morgen habe ich eine Prüfung und für diese ist etwas mehr Vorbereitung nicht all zu verkehrt.


    | 7. Juni
    Diesen heutigen Tag werde ich wohl nicht allzu schnell vergessen. Ich denke, dass das hier wieder ein etwas längerer Eintrag wird, denn ab heute wird vermutlich einiges anders sein. Ich weiß aber noch nicht wie ich weiter vorgehen werde.. irgendwie habe ich Angst. Es ist erschreckend wie ein kleiner Augenblick.. ein Moment der nicht Mal zehn Atemzüge beinhaltet alles verändern kann. Ich frage mich ob dies das Werk von Göttern ist oder einfach nur eine Laune des Schicksals. Ob die friedliche Zeit die ich bisher hatte ein Ende nehmen muss?
    Als ich zu Beginn des Tages zu meinem Lehrmeister kam, wurde ich zuallererst mit einem neuen Stab überrascht, den ich als Geschenk für das Schaffen meiner Prüfungen erhielt. Dort noch hatte ich keinerlei Ahnung, dass ich ihn früher als ich schätzte zum Einsatz bringen werde. Mir gefiel er denn er war leicht aber doch robust. Das Holz und all die Ornamente passen sich zu einem schönen Muster an und dazu kommt, dass der Stab von durchaus höherer Qualität ist. Ich weiß nicht ob da die Magierin aus mir spricht, aber es fühlt sich doch wie eine Art teurer Schmuck an, den man geschenkt bekommt! Wenn ich sogar jetzt über die Schulter blicke.. lässt er trotz der Situation in der ich gerade bin, doch noch meine Seele lächeln.
    Auf jeden Fall ging der Tag weiter und so brach schon der Abend ein, bei dem ich mir eigentlich noch etwas süßes mitnehmen wollte. Es ist wirklich schon eine Weile her, seit ich etwas leckeres wie einen Kuchen oder eine Torte hatte. Nur wird dieses Bedürfnis wohl noch eine Weile warten müssen und irgendetwas sagt mir, dass diese Weile länger sein kann.
    Zwei Straßen von der Bäckerei meines Vertrauens entfernt ist ab nun der Ort bei dem Annalea die Freundin in mir, mitsamt meinem gesamten Vertrauen verloren hat. Über die Jahre hinweg war ich blind was all ihre Handlungen anging. Seit heute aber kann ich ihre wahren Farben deutlich erkennen. Ich konnte es nicht fassen, wie sie - mit ihren Schergen? – ein Mädchen überfallen hat. Eine dieser Begleitpersonen von Annalea kam mir allerdings von irgendwo her bekannt vor.
    An dieser Stelle lernte ich eine neue Seite von mir kennen; Wut. Das einzige was mir durch den Kopf ging war zu stoppen was zu geschehen drohte. Irgendwie bin ich froh darüber, dass ich zu einem Blitzzauber gegriffen habe, der eine von Annaleas Begleitpersonen umfallen ließ, denn hätte ich jemanden tödlich verwundet.. ich will nicht wissen welches gedankliche Chaos ich gerade hätte. Das Ziel habe ich aber erreicht, als jener bewusstlos zu Boden fiel, denn da hielt Annalea mit ihrem Wurfmesser an und sah zu mir. Diese Waffe begann ich gleichzeitig zu hassen, denn jedes Mal, wenn ich sie sah, war die Farbe Rot nicht fern. Ich bin mir jetzt sogar noch unsicher, ob das Kanalisieren des Feuerballs ein Reflex war oder ob es bewusst von mir kam. Schließlich wollte Annalea immer diesen Zauber von mir sehen während ich auf der anderen Hand wusste, dass ich diesen Zauber tatsächlich schlagkräftig beherrschte.
    Der nächste Schock der immer noch an mir haftet ist allerdings der von Annaleas Worten die sie mir mitgab, bevor sie verschwand; ‚Was für ein Jammer dich auf der falschen Seite zu sehen.‘
    Hat Sie mir dies tatsächlich gesagt? Sie, die Geschäfte bei Nacht und Nebel abhält, Sie die ohne mit der Wimper zu zucken Leute angreift, überfällt und stiehlt? Sie, deren Aktionen die Saat weiterer Kriminalität ist?
    Ich könnte mich noch mehr über sie auslassen, aber es ist schon spät. Was mich gerade noch wach hält ist der Drang sicher zu gehen, dass Annalea ‚Sie‘ nicht verfolgt. Nachdem Annalea schließlich verschwunden war, hatte ich eine unheimlich Große Sorge aufgrund Ihrer Sünde gegenüber dem grünhaarigen Mädchen, an das ich heraneilte. Vor mir schien sie wohl das Bewusstsein verloren zu haben, was mich gleich zwei Mal ärgerte, dass ich in Sachen Heilzauber noch geschult werden muss. Ihre smaragdgrünen Augen hatten aber etwas beruhigendes für mich in diesem Augenblick.. es fühlte sich gut an, sich eingesetzt zu haben. Moment.. smaragdgrün.. sie hatte doch auch eine Kette an, oder?
    Gerade erhob ich mich von meinem Stuhl, an dem ich wohl die Nacht verbringen werde um nachzusehen und tatsächlich.. diese Halskette kam mir nur zu bekannt vor.. Annalea hat Sie wohl schon öfters getroffen. Nun ich werde wohl morgens mit dem mir noch unbekanntem Mädchen reden können, nun ist schließlich schon der Abend weit vorangeschritten und in meinem Bett wird Sie sich von dem Tag erholen können. Ich schlief zuvor nur noch nie auf dem Stuhl ein.. ich hoffe es klappt, denn der morgige Tag könnte brisant werden. Am liebsten würde ich noch die Unordnung bei mir hier wegschaffen.. überall liegen Bücher, Schriftrollen, Kalligraphie Utensilien.. zumindest sind meine Kleider verstaut, was hoffentlich nicht den negativsten Eindruck erweckt. Dadurch würde ich Sie vermutlich aber wecken.

    Da bis jetzt auch noch niemand vorbeikam, werde ich nun ebenso den Schlaf suchen. Morgen gibt es mehr Antworten.


    | 8. Juni
    Es fühlt sich etwas ungewöhnlich an, dieses Buch bereits zu einer der Mittagsstunden in die Hand zu nehmen, aber gerade eignet sich der Augenblick gut. Die Nacht war eine sehr sehr einzigartige Erfahrung. Zwar bin ich vor Erschöpfung recht früh eingeschlafen, aber ich fühlte mich die ersten zwei Glockenschläge nach dem wach werden wie ein Stein. Mittlerweile geht es wieder und die kündigt deutlich die Mittagsstunden an.
    Was mich allerdings fröhlich stimmt ist Yuki. Der Name der mir gestern noch Unbekannten. Ich kann es Ihr nicht übelnehmen, dass sie mir anfangs mit Misstrauen entgegenkam, als sie mich schlafend vorfand, denn schließlich sah Sie mich oft genug mit Annalea zusammen. Irgendwie ist es mir aber doch etwas peinlich, dass sie zuerst wach geworden ist und mich schlafend erwischte!
    Nichtsdestotrotz scheinen wir auf einer Wellenlänge zu sein. Ich mag Yuki, denn sie scheint all die Aspekte zu haben, an denen es den meisten Leuten mangelt. Sie ist unsagbar freundlich und hat ein großes Herz. Wir tauschten uns über Stunden aus und nebenher war es eine ganz andere Erfahrung zu sehen, wie draußen die Sonne weiter und weiter aufging. Tief in meinem Inneren fühle ich, wie ich solche Gespräche und Augenblicke vermisst habe. Aus meinem Freundeskreis bekam ich derartiges nicht bis selten, weshalb ich nach den paar Stunden Yuki zu schätzen lernte. Ob es etwas voreilig ist? Hm, ich denke kaum, denn Ihre Worte wirken mir durchaus ehrlich. Wir tauschten uns über einige Punkte unserer Vergangenheit aus, sie erzählte mir ein paar Dinge, ich Ihr ebenso einschließlich der gesamten Sache von Annalea. Gegenüber Annalea kann ich die Hoffnung jedoch noch nicht aufgeben, obwohl ich mir sicher bin, dass die nächste Begegnung mit ihr keinerlei freundschaftliches mehr mit sich tragen wird.
    Yuki wird nun bald mit Ihrem Bad fertig sein, danach wollen wir gemeinsam in die Stadt zu einem Gasthaus, da es mir gerade an Kochbarem mangelt. Ich bin bereits vorfreudig und gespannt. In diesem Sinne denke ich, dass ich heute Abend wohl wieder zur Feder greifen kann.

    | 8. Juni Fortsetzung
    Erstaunlich wie sehr sich Tagesabläufe mitsamt all dem was geschieht ändern können. Es fühlt sich nahezu so an, als ob ein neues Kapitel in meinem Leben begonnen hat, bei dem Yuki vermutlich noch eine größere Rolle spielen wird. Ich mag ihre Gesellschaft sehr, es fühlt sich wie etwas an, was ich sehr sehr lange nicht mehr genießen konnte. Yukis hilfsbereite und freundliche Ader stimmt mich umso fröhlicher. Insgeheim habe ich sogar das Gefühl, dass Sie eine Freundin ist, die ich mir schon lange gewünscht habe.
    Nichtsdestotrotz hatte der heutige Tag eine Hand voller Ereignisse und Offenbarungen. Ich will nicht wissen in welche Lage wir gerutscht wären, hätte Yuki nicht unsere Verfolger bemerkt. Diese ganze Sache wirkt mir im Nachhinein betrachtet gruselig, dass uns Leute hinterherschleichen. Immerhin glückte aber unser Plan. Ich würde meinen, sie haben uns unterschätzt – ob dies beim nächsten Mal genauso sein wird?
    Ich konnte meine Zauber allerdings auch konzentrierter heute wirken. Der Vergleich zu Gestern ist nahezu eine andere Welt. Yukis Künste sind beeindruckend. Mit welcher Leichtigkeit sie sich bewegt und welche Akrobatischen Stücke sie beherrscht, lassen mich fast schon etwas neidisch werden! Auch der Umgang mit ihren Kunai ist beeindruckend, mit der sie den einen unserer Verfolger neutralisierte. Gerade erinnere ich mich aber wieder gut daran, denn als der eine Verfolger nach meinem Spiegelbild schlug kamen Visionen von Annalea in mir auf mit all den Fragen wieso ein Wesen zu solchen Taten bewegt wird. Ich war einfach nur noch sauer und wollte antworten haben, nachdem wir ihn vor uns hatten. Und für diese waren mir zu dem Augenblick die Mittel an sie zu kommen, scheinbar nicht zu schade..
    Ob das was daraufhin geschah dann aber doch wieder ein Streich des Schicksals war? Ich schätze, dass das einer der Augenblicke war, bei denen ich mich das erste Mal machtlos fühlte. Zu fühlen wie meine magischen Talente unterdrückt worden sind, war genauso furchteinflößend. Scheinbar kennen andere Magier wohl unsere eigenen Schwachstellen nur all zu gut. Yuki und ich fanden uns kurz danach umzingelt von Vier oder Sechs Personen, zwei erwähnten sie, doch konnte ich sie nicht sehen. Das einzige was mich nicht dazu animierte direkt zur Wehr zu greifen, war der Umstand, dass sie vollkommen anders aussahen als die Personen von Annaleas Gefolge. Keine Vermummungen, sondern Gesichter, von denen ich zumindest keine zuvor gesehen habe. Jene richteten ihre Aufmerksamkeit hauptsächlich auch nur auf mich und den Verfolger der dort scheinbar das Bewusstsein verloren hat, denn wie wir später erfahren haben, war ich schon seit längerer Zeit unter deren Beobachten aufgrund von Annalea. Endlich aber gab es hierzu Antworten. Wäre ich wohl aufmerksamer gewesen und hätte mehr hinterfragt, wäre mir vermutlich schon eher aufgefallen, dass sich Annalea einem Kreis angeschlossen hat, der nichts Gutes zu verheißen mag. Was war es nochmal? Sie wollen eine Macht in Calpheon werde? Ich hätte vielleicht etwas besser aufpassen sollen. Die Augenblicke ließen mich doch eher etwas wütender sein.
    Irgendwie ist es aber doch ironisch, dass ich mit dem gestrigen Tag nun vollkommen auf die Gegenseite von Annalea rutschte. Jene Organisation die Yuki und mich konfrontierte, legt besonderen Wert darauf gegen diese Ungerechtigkeiten vorzugehen. Organisation ist vielleicht ein zu übertriebener Ausdruck.. es ist lediglich eine kleine Gruppe von Personen – sofern dies der Wahrheit entspricht. Sie haben auch gestern mitbekommen, wie ich mich für Yuki einsetzte, was wohl heute dafür sorgte, dass sie mich scheinbar nicht direkt zu einem Verhör mitnahmen, wie den einen Verfolger.
    Yuki und ich werden darüber reden wie wir dies weiter handhaben werden. Ob wir das Angebot annehmen - mit ihnen gegen Annaleas Gruppierung zu agieren - oder ob wir gemeinsam auf eigene Faust vorgehen. Sie hatten allerdings recht damit, dass wir nun bei ihnen recht beliebt sind, wegen dieser beiden Vorfälle und es demnächst unruhiger werden könnte. Letzten Endes möchte ich Yuki genauso helfen den Vorfall Ihrer Mutter aufzulösen.
    Allmählich frage ich mich bei all diesen Geschehnissen wieviel in unserer Welt unter solch einem Anschein versteckt bleibt? Geht man tagsüber durch Calpheon würde dieses Bild was ich zuletzt erlebt habe, gar nicht auftauchen. Ist es in den anderen Städten genauso? Wer wiedersetzt sich gegen dieses Unrecht?


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