Photos by Kinman

    • Ich antworte morgen ausführlich auf die Fragen. Und hier noch zwei aktuelle Videos:

      Einmal am Samstag vor einer Woche. Da hab ich einfach mal probiert, wie das so wird. Mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden, wobei ich schon sehe, was man alles besser machen könnte.


      Und von Donnerstag. Ich hab ein paar Überstunden abgebaut und war Skifahren:


      lg Kinman
    • Ranca schrieb:

      …vermutlich auch sehr teuer in der Anschaffung.

      Die Drohne, die ich benutze, kostet ca. € 1200,-. Dazu das FlyMore-Paket (2 weitere Akkus, Tasche, etc.) ca. € 250,- und nochmals ca. € 200,- für „Kleinkram“ wie Speicherkarte, Filter, Kabel, Tablet-Halterung usw.
      Es geht aber auch günstiger. Z.B. kann man auch mit einer DJI Spark schon gute Aufnahmen machen. Video ist dann allerdings auf 1080p begrenzt. Die Reichweite ist deutlich geringer und die Drohne reagiert auch nicht ganz so prompt, wie die Mavic. Dafür kann man mit € 500,- loslegen (Drohne mit Fernbedienung, Speicherkarte). Wenn man sich auch am Gebrauchtmarkt umsieht, dann geht es sicherlich doch nochmals etwas günstiger.
      Ich habe mich für die Mavic 2 Zoom aus zweierlei Gründen entschieden: einerseits ist die Flugdauer mit ca. 25 Minuten recht lang (ca. 10 Minuten mehr, als die meisten Drohnen) und andererseits ermöglicht es der Zoom auch mit längerer Brennweite zu filmen. Damit schafft man Aufnahmen zu erstellen, die nicht sofort nach „Standarddrohne“ aussehen und anderseits den Effekt des „vorbeirasenden Hintergrunds“, wenn man ein Objekt umkreist. Das sieht man z.B. bei meinem Katschbergvideo und mir gefällt das extrem gut. Zudem ist die Mavic auch bei Wind noch sehr gut steuerbar, da sie auch ordentlich Leistung hat.

      Ranca schrieb:

      Frei wie ein Vogel aufsteigen zu können und die Welt dann "mit den Augen der Drohne" in Realzeit erkunden zu können, muss doch fantastisch sein! Ich bin mir sicher, dass man gerade zu Anfangs sehr viel Zeit mit dem Entdecken verbringt. Dann stell dir das Ganze noch in Kombination mit einer VR-Brille vor.
      Es ist absolut genial, die Welt aus der Vogelperspektive zu erkunden und ich denke, dass ich das in der wärmeren Jahreszeit sicherlich häufiger tun werde, als jetzt. Momentan konzentriere ich mich wirklich mehr auf die Aufnahmen, die ich machen will, weil es bei Minusgraden und leichten Wind bei uns einfach saukalt ist und man die Drohne mit Handschuhen nicht gut steuern kann.
      VR-Brille: es gibt eine passende Videobrille zu der Drohne, sodass man das Livebild bekommt und die Kamera mit Kopfbewegungen steuert. Da man bei uns VLOS (Visual Line of sight) fliegen, also immer Sichtkontakt zur Drohne haben muss, kann das natürlich nur ein Zweiter nutzen. Das ist aber technisch auch möglich. Ich selbst habe die Brille nicht.

      Ranca schrieb:

      Wahrscheinlich wird einem Flughöhe, Akkulaufzeit und noch mehr Parameter dann alles am Tablet angezeigt?
      Man hat u.a. folgende Infos: Flughöhe über Startpunkt, Entfernung, Geschwindigkeit über Grund, Steig-/Sinkrate, Akkuspannung, Akkutemperatur, verbleibende Akkukapazität (in %), Empfangsqualität Steuerung, Empfangsqualität Video-Übertragung, Position und Flugrichtung auf einer Karte, inkl. „Spur“ der bereits geflogenen Strecke.

      Ranca schrieb:

      Hat die Drohne auch einen Distanzmelder, damit du Objekten nicht zu nahe kommst, die du nicht unmittelbar mit der Kamera sehen kannst und deine verpflichtenden Abstände einhälst?
      Die Drohne hat Abstandssensoren nach vorne, hinten, den Seiten und unten. Vorne, hinten und unten funktionieren bis 50 km/h (also außerhalb des Sportmodus), die seitlichen funktionieren nur im Tripod-Modus (max. ca. 11 km/h). Wenn ein Sensor ein Hindernis erkennt, wird die Distanz und Richtung zum Hindernis am Bild eingeblendet und sie lässt sich nicht ins Hindernis hineinsteuern. Feine Objekte wie dünne Äste, Stromleitungen, etc. können jedoch nicht zu 100% erkannt werden. Die Sensoren sind somit eine nette Hilfe, aber man darf sich nicht rein darauf verlassen.

      Ranca schrieb:

      Wie lang hält so ein Akku denn durch, wenn die Drohne dabei dauerhaft in der Luft ist und sagt sie dir, wenn sie gefährlich nahe an den Reichweitenbereich der Fernsteuerung kommt?
      Die Flugdauer ist ca. 25 Minuten pro Akku. Theoretisch etwas höher, aber ich versuche bei ca. 25-20% Restenergie wieder sicher am Boden zu sein. Bei 25% bekommt man auch eine Warnung. Die Qualität der Funkverbindung wird immer angezeigt und auch rot, wenn die Verbindung schlecht wird. Es gibt mehrere Optionen, falls die Verbindung abbricht, die man natürlich vorher definieren muss:
      • An der Stelle stehen bleiben und schweben
      • An der Stelle landen
      • Return to home (RTH): die Drohne kehrt auf einer definierten Flughöhe zum Startpunkt zurück. Dabei versucht sie Hindernisse, die erkannt werden, zu überfliegen.


      Ranca schrieb:

      Dass das gute Stück über dem Wasser abstürzt und auf nimmer wiedersehen versinkt, wäre meine größte Paranoia gewesen, das ist schon sehr mutig über dem Wasser.
      Sofern man nicht wo reinfliegt und kein technischer Defekt vorliegt, ist es quasi unmöglich, die Drohne abstürzen zu lassen. Lässt man die Steuerung los, bremst sie ab und schwebt auf der Stelle. Allerdings muss man aufpassen, die unteren Sensoren können bei Wasser ggf. nicht richtig funktionieren und somit kann man u.U. die Drohne ins Wasser steuern.

      Ranca schrieb:

      Wie hast du geübt ein Gefühl dafür zu bekommen? So einfach ist das sicher nicht und wenn man Mist baut, wird es sicher auch sehr schnell, sehr teuer, wenn man etwas kaputt geflogen/gelandet/abgestürzt hat.
      Im Grunde genommen, auf eine große, freie Fläche gegangen, gestartet und geflogen. Es ist wirklich sehr einfach. Allerdings habe ich schon Erfahrungen mit RC Helikopter und Flugzeugen. Im Vergleich dazu ist eine Drohne äußerst simpel zu steuern. Man hat zwei Sticks auf der Fernbedienung. Die sind konfigurierbar (Flight modes). Ich nutze folgende Einstellungen:
      • Linker Stick hoch/runter: Flughöhe
      • Linker Stick links/rechts: Drehen (Ruder)
      • Rechter Stick hoch/runter: vorwärts/rückwärts
      • Rechter Stick links/rechts: nach links/rechts fliegen
      Man kann die Drohne selbst starten oder einfach mit einem Startbutton. Dann hebt sie ab und schwebt in einem Meter Höhe. Zum Landen steuert man sie an die gewünschte Stelle und auf ca. ein Meter Höhe und drückt dann den Stick zur Höhensteuerung nach unten. Nach ca. einer Sekunde landet sie automatisch. Alternativ kann man auch den RTH-Button benutzen und die Drohne fliegt zum Startpunkt und landet dort.

      Ranca schrieb:

      Kann dich denn trotz Lizenz jemand wegen Bildrechten & Co. ärgern? Das ist ja oft nicht so einfach mit der Rechtslage.
      Es gilt das gleiche Gesetz wie bei der normalen Fotografie. Das heißt, wenn einzelne Personen als Hauptmotiv dienen, dann darf ich das Bild/Video nicht ohne deren Einwilligung veröffentlichen. Sobald ich mehr als fünf Meter Flughöhe habe, zählt es so, als würde ich von einem öffentlichen oder mir zugänglichen Punkt aus fotografieren. Z.B. als würde ich von einer Straße oder von meinem Grundstück aus fotografieren. Allerdings muss ich zu Unbeteiligten oder Besiedelungen immer einen Abstand von 50m einhalten. Das heißt, wenn ich jemanden im ersten Stock vor dem Fenster rumfliege, kann er mich deswegen rankriegen. Im Grunde gilt einfach: respektiere andere Leute.

      Ranca schrieb:

      Oder was passiert, wenn du mit der Drohne etwas beschädigst, oder sie z.B. von der Feuerwehr aus einem Baum geborgen werden muss? Haftet da deine Versicherung?
      Im Grunde gleich, wie bei einer Auto-Haftpflicht. Habe ich mich an die gesetzlichen Vorgaben gehalten und entstand der Schaden durch höhere Gewalt, technischem Versagen, Einfluss/Schuld Dritter, dann übernimmt die Versicherung den verursachten Fremdschaden. Die Drohnenbergung muss ich wohl selbst durchführen/bezahlen. Den Schaden der Drohne übernimmt bei technischem Versagen DJI.

      Ranca schrieb:

      Wieviel Zeit verbringst du mit aktiver Flugzeit so im Schnitt und was gefällt dir daran am besten?
      Das kann ich nicht genug beziffern, da es von Wetter und Freizeit abhängt. Aber ich versuche zumindest ein bis zwei Stunden am Wochenende zu fliegen. Im Frühjahr/Sommer wird es sicherlich mehr werden, da ich dann auch nach der Arbeit noch die Möglichkeit dazu habe. Flugvorbereitung (Aufbau/Check der Drohne, Einrichtung der Verbindung, etc.) dauert ca. 5 Minuten. Ein Akkuwechsel ca. eine Minute. Alles wieder zusammenbauen auch ca. 5 Minuten. D.h. wenn ich drei Akkus fliege, habe ich ca. 10-15 Minuten Vor- und Nachbereitungszeit bei etwas über einer Stunde Flugzeit.

      Am besten gefällt mir das, was mir auch in der (Landschafts-)Fotografie gefällt: ich bin draußen, meistens an schönen Orten, ich beschäftige mich mit der Umgebung, nimm die Eindrücke auf. Ich plane die Aufnahmen bzw. nehme mir auch entsprechend Zeit dafür. Zudem mag ich technisches „Spielzeug“. Es ist also eine Kombination aus in der Natur sein, Kreativität und technische Herausforderung. Und auch das Zusammenschneiden/Nachbearbeiten der Aufnahmen macht mir Spaß. Obendrein freut es mich, wenn ich am Ende etwas zum Herzeigen habe.

      Lg Kinman
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      Am Freitag war ich nach der Arbeit im Kanaltal. Das ist im nördlichen Italien, direkt an der Grenze zu Österreich und geformt von dem gewaltigen Flussbett der Flüsse Fella und Tagliamento und umschlossen von den Karawanken, den karnischen und den julischen Alpen.



      lg Kinman
    • Neu

      =O

      Kini du Glückskind.

      Mal eben nach der Arbeit in eine atemberaubende Landschaft fahren, die andre nur aus Urlaubskatalogen kennen?
      Check!
      So zu wohnen ist echt ein Geschenk. Das lädt zum Rausgehen und Erkunden ein.

      Voll cool, dass du uns mit deinen Aufnahmen teil haben läßt. :thumbup:
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