[RP] Kontaktaufnahme zum Bund der Graufalken

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    • [RP] Kontaktaufnahme zum Bund der Graufalken

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      Nun eine Weile schon in voller Munde,
      ward des mysteriösen Graufalken Bunde.

      Sie finden dich, egal wie, wann und wo du bist,
      lockst du ihr Interesse ohne Kompromiss.

      Doch du selbst allein kannst sie nicht finden unter tausenden Seelen,
      dafür wird dir der offene Blick stets fehlen.

      Doch wünscht du ihre Hilfe in höchster Not,
      lege an dein Fenstersims eine graue Falkenfeder, nach des Tieres dir unverschuldeten Tod.

      Wenn du bist rein und gut in deinem Ersinnen,
      werden sie kommen und dich einhüllen, in ihre schützenden Schwingen.

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      OOC: Willkommen im Kontaktaufnahmebereich des Bunds der Graufalken. Normalerweise suchen sich die Graufalken ihre Schützlinge und Mitglieder selber. Dies funktioniert bis jetzt und auch weiterhin, in dem man uns eine Konversation mit der entsprechenden Interessensbekundung zukommen lässt. Danach werden einige Dinge geklärt und schlussendlich im RP reagiert und vom Bund aus Kontakt zu den Leuten des Interesses aufgenommen. Dies soll nun auch anders herum möglich sein. Hier in diesem Thread könnt ihr versuchen, Kontakt zum Bund der Graufalken aufzunehmen, egal ob ihr euch Hilfe von ihnen erhofft oder aber Interesse habt ihnen beizutreten. Ihr fragt euch nun sicherlich, wie genau das gehen soll, wenn sie doch nirgendwo zu finden sind.

      Nun... man munkelt, es bedürfe hin und wieder über eine gewisse Zeit lediglich einer grauen Falkenfeder, die man auf das äußere Sims seiner Behausung unauffällig befestigt.

      Da das hier im RP-Bereich ist, bitten wir auch entsprechend um RP-Texte und keine OOC-Anfragen. Für diese werden wir uns bei euch gesondert per Konversation melden.

      Wir freuen uns auf eure schönen Texte.
      “I don't care what you think about me. I don't think about you at all.” (Coco Chanel)
      Leitung der RPvX Gilde Graufalken
    • Der Balkon und die Feder

      Sie war fort. Schon wieder. Seufzend blickte sie auf das zerfaserte Stückchen Zwirn, an dem sie gestern Abend die graue Feder befestigt hatte, das jetzt schlaff und seines Schmuckes beraubt vom Balkongeländer hing. Die erste war genauso wie diese über Nacht verschwunden, doch am Tag darauf hatte sie am Hut der Frau des Bäckers eine graue Feder mit noch ein wenig weißem Flaum um den Kiel wippen gesehen, die verdächtig aussah wie diejenige, die vom ihrem Balkon abhanden gekommen war. Die zweite wurde Opfer eines Platzregens, der sie abriß und in die Gasse darunter fallen ließ. Als sie sie am Morgen danach fand war das Grau kaum mehr erkennbar unter all dem Schlamm – und anderem von gleicher Farbe. Dies war die dritte Feder, die nicht mehr da war. Ihres Seelenfriedens zuliebe schob sie das Verschwinden auf den kräftigen Wind gestern Abend. Außerdem lag das dringender zu lösende Problem auf der Hand: Wo sollte sie die vierte graue Falkenfeder innerhalb einer Woche herbekommen? Zur Hutmacherin konnte sie nicht mehr gehen und sich als „Inspirationsquelle“ eine Feder kaufen. Auch der Falkner schied aus, sonst hielt er sie wirklich noch für eine leichte Dame. Und selbst die Gassenjungen, von denen sie Feder Nummer drei hatte „finden“ lassen, würden neugierig werden, wenn sie schon wieder eine wollte. Nicht daß ihr Ruf, eine seltsame Exzentrikerin zu sein, sie gestört hätte, nur gerade in dieser Sache war Aufmerksamkeit kontraproduktiv.
      Abermals seufzend wandte sie sich vom Balkon ab und streifte rastlos durch das Zimmer. Es konnte doch nicht sein, daß sie bereits an der erste Hürde scheiterte. Ihr war sonnenklar, daß sie ihrem Vater so nie wieder unter die Augen treten konnte. Dem Mann, dessen einziger Trost nach dem Verlust seines Kindes gewesen war, daß er zumindest anderen ein wenig Erleichterung verschaffen konnte durch das Wissen um Gerechtigkeit. Vielleicht nur ein winziges Bisschen, aber auch das war mehr als er selbst bekommen hatte. Und sie versagte bei so etwas Banalem wie einer Feder. Bevor das Kitzeln in ihrer Kehle tatsächlich zu einem bizarren Lachen wachsen konnte, trat sie an den Schreibtisch – im Wissen, das sein Anblick jegliches Lachen ersticken würde. Oder besser gesagt der Stapel blütenweißen, jungfräulichen Papiers, der mittig darauf lag. Seit Wochen lag es dort, unberührt, glatt, herausfordernd und frustrierend. Automatisch griff sie nach dem Federkiel und ließ ihn über dem Tintenfaß schweben, bereit ihn einzutunken sobald sich ein Bild in ihrem Inneren formte, ein Gedanke sich zu einer Geschichte verdichtete. Doch – genau wie in den letzten Wochen – nichts. Gähnende Leere. Auch hier versagte sie schon wieder. Mit einem angewiderten Aufschrei pfefferte sie den Federkiel in die Zimmerecke. Beziehungsweise wollte sie das, denn auch hier nur Versagen. Langsam und sich elegant drehend schwebte die Gänsefeder nur eine Handbreit von ihr entfernt auf den Teppich und bildete einen länglichen, grauen Fleck auf dem bunt gewebten Muster. Die Feder war... grau.
      Wenige Augenblicke später trugen ihre langen Schritte sie die Gasse hinauf, beschwingt und falsch ein Liedchen summend. Rechts ums Eck bei der Waffenhändlerin, den Hügel hinauf und dann einfach dem Gestank folgend. Der Nebenerwerb der Gänsemagd, die Federkiele ihrer zu betreuenden Flattermänner an das schreibende Volk zu verkaufen war allseits bekannt und sie selbst schon zig Mal aus eben diesem Grund dort gewesen. Mit einer ganzen Handvoll grauer Federn traf sie kurz darauf wieder zu Hause ein. Rasch hatte sie ein wenig Tinte mit Wasser vermischt, vorsichtig mit dem Finger das Streifenmuster eines Falken auf die graue Feder aufgetragen und kurz später band sie die Feder so fest an das Balkongeländer, daß nur mehr die Hälfte des Vogelschmuckes heraussah. Und selbst wenn sie wieder verschwand... .jetzt hatte sie einen Vorrat.
      - For instance, on the planet Earth, man had always assumed that he was more intelligent than dolphins because he had achieved so much—the wheel, New York, wars and so on—whilst all the dolphins had ever done was muck about in the water having a good time. But conversely, the dolphins had always believed that they were far more intelligent than man—for precisely the same reasons. Douglas Adams. -