Das Haus Fazzini

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    • Das Haus Fazzini




      Erbgraf Gabriel Fazzini über seine Familie


      „Es ist so harmlos, wenn es im Inneren des Berges ruht. Ich habe nie verstanden, womit es das Erz im Weltengefüge verdient hat aus dem ruhigen Bett der ewigen Nacht geschlagen zu werden, damit man es auf die Leichenkarren der Unschuld packt und einäschert, um es als Werkzeug neu zu gebären. Von jeher für mich, für eine viele Generationen vor mir andauernde Tradition und bare Münze, verwandelte meine Familie die Spuren von Metall angeblich einst mit eigener Hand, dann mit vielen bezahlten Armen in lodernde Glut. Dann wählt man die Bestimmung, wie ein Gott, der darüber urteilt ob flüssiges Eisen die Gläubigen ruft, indem es weither aus einem Turm klingt um an Elions Allgegenwärtigkeit zu erinnern, oder ob es in Reih und Glied mit anderen geformten Rohren Tod und Verderben bringt. Von den Kugeln ganz zu schweigen. Für meinen Vater, Graf Damiano Fazzini war der Kanonenschlag gleichermaßen ein Gebet, wie das Läuten der Turmglocken und die Antwort des geheimen Götzen aus tausend kleinen Münzen war Reichtum, keine Erlösung. Für meine Mutter Natalia war ersteres nur ein fernes Donnergrollen, das Ringe, Ketten und Diademe ausschüttete, statt Regen zu bringen. Ich werde mit seinem Ableben all die Lasten tragen, die wie Blei schmecken, wenn man diese Philosophie erst ein mal missverstanden hat. Wer sich für die lange Liste der Kunden interessiert, für die Kirchen oder für die Schiffe, die mit unseren Kanonen Ertrinkenden den Salutschuss gewähren, soll sich belesen. Ich bin kein Pazifist. Ich reiche nach anderen Sphären. Meine Pflicht ist nur eine Nebensache. Sie haben mich lange genug damit belästigt.“