Artikel mit dem Tag „Scelsi“

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  • „Komtess...“, spricht er mich zum wiederholten Male falsch an und ich fragte mich, ob es eine Prüfung meines Rückgrats ist,
    oder einfach Dummheit im Mantel eigener nach außen getragener Bildung.

    „Gräfin...“, mein leiser Einwurf.

    „Bitte?“, hakt er nach und schüttelt sacht den Schopf: „Wie dem auch sei, Komtess...“

    Ich gebe auf.

    „... es ist nicht so schwer sich alle Namen der ansässigen Familien zu merken und wenn ihr erst in Calpheon seid, müsst ihr sie
    wissen. Also...“, ein tiefes Seufzen und Schmatzen als trüge er die Last der Welt auf den Schultern: „... den Kalis-Rat haben
    wir ja nun. Sehen wir, ob ihr in den letzten Tagen zwischen den Unterrichten gelernt habt.“

    Wir saßen unter einem der weitläufigen Bäume des Anwesens und Annaphen, die Glückliche, lag auf dem Rücken im Gras und
    ließ sich die Sonne auf den Bauch scheinen. Meine Gedanken schweiften ab, während er von Häusern wie di Falco oder Ceos
    sprach. Die Namen aus seinem Mund kamen und gingen, verfingen sich weniger
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  • „Wir können nicht den Kopf nun in den Sand stecken und uns dem Schmerz ergeben. Du weißt was Vater gesagt hat,
    wir können nicht alle machen lassen was sie wollen.“

    Ich sah ihr zu, wie sie im Raum auf und ab ging und ich lauschte den vielen Worten, die einem Wasserfall gleich
    auf mich einprasselten.

    „Du weißt, ich kann es nicht tun. Ich habe einen anderen Weg gewählt, es war Alessios Weg Graf zu werden und
    meiner Walküre. Elion zu dienen ist alles was ich will und wofür ich lebe und arbeite.“

    Sie konnte es nicht tun, aber wer dann? Kurz senkte ich den Blick auf meine Hände, sie zitterten und taten
    dies bereits seit der Ankunft meiner Schwester und der schlechten Nachricht, die sie nach Olvia brachte.

    „Wir brauchen also eine Lösung und ich bin auch nicht bereit das Haus in Leitung an unsere Basen und Vettern
    zu geben. Sie haben die Weinberge, sollen sie diese behalten und verwalten, aber den Grafentitel halten wir.“

    Wir? Wie sollte das gehen? Wir könnten überhaupt
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  • Ich erinnere den Tag, die Stunde, die Minuten als die schreckliche Nachricht überbracht worden ist. Gleichwohl höre ich auch noch die hastigen
    Schritte durch den Flur des Anwesens in Richtung meiner persönlichen Gemächer.
    Ungewohnt barsch wurde die Tür aufgerissen, knallte mit der Kante gegen die rückwärtige Wand und schlug hinter Annaphen wieder ins Schloss.
    „Das war unnötig“, korrigierte ich ihr Verhalten mit gehobenem Blick um dann das erste ungute Gefühl im Magen zu bekommen. Meine Schwester
    war bleich wie das Salz aus unseren Mienen. Sonst immer das pure Leben mit ihrem Elion geschenkten roten Haar, der gesunden Hautfarbe und
    den strahlend blauen Augen, ließ mich das Bleiche und die zitternden Finger unvermittelt aufstehen und zu ihr eilen. „Du siehst aus als wäre ein
    Geist persönlich hinter dir her. Was ist geschehen?“, meine Finger umfassten die ihren, ich sah ihr in die Augen und hörte dann: „Sie sind tot,
    Anastasia.“, ein Beben einem Schluchzen gleich hob ihr die Brust:
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