Loslassen

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  • Sie stand am Rande einer Klippe, vor sich die weite und Freiheit des Meeres, in ihrem Rücken der Abhang, der Pfad durch den Wald und weit hinter sich die Mauern der Stadt. Sie wusste das sie loslassen musste. Ein schweres seufzen entfloh ihren Lippen, es tat weh, so sehr wie sie es noch nie in ihrem Leben empfunden hatte. Lange blieb sie reglos dort stehen, die langen Haare vom Wnd verweht, und erst kurz vor der Dämmerung wendete sie sich ab und betrat den Wald. "Ist es immer so schwer?" fragte sie dann die Blonde, welche die ganze Zeiet auf sie gewartet hatte. "Jedesmal und manchmal noch schlimmer." "So wie bei dir? Konntest du loslassen, oder hält es dich noch fest." "Es wird noch seine Zeit brauchen, aber ich werde loslassen, weil ich keine andere Wahl habe." Schweigend stiegen beide auf folgtem dem Pfad durch den Wald, bis die Blonde ihr Pferd zügelte. Sie lauschte, nickte der Begleitung zu loszureiten. Sie selbst stieg ab, betrat den Wald und folgte dem unsichtbaren Band welche an ihr zog. Erst als es schon Dunkel war, und der Mond am Himmel stand erreichte sie ihr Ziel. Auf der Lichtung stand eine zieliche Frauengestalt, an ihrer Seite ein brauner Wolf. Langsam trat die Blonde näher. Schweigen schlug ihr entgegen, stumm starrten zwei Augenpaare sie an. "Es geht nicht anderes, ich muss loslassen, oder alles worauf wir hingearbeitet haben ist verloren, ihr wisst das ich Recht habe." die Stimme der blonden brach ab, der Blick senkte sich auf das Gras zu ihren Füßen. Dann fühlte sie eine kalte Schnauze an ihren Fingern, bevor Wolf und Frau sich umwendeten und im Dunkel des Waldes verschwanden. Gestresst fuhr sich die Blonde durch die Haare. Dann wendete sich sich um und trat den Heimweg an.
    The only thing necessary for the triumph of evil is that good men do nothing.
    Edmund Burke

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