Erzählung - Wie ich zu meinem Spitznamen kam

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  • Ja ich weiß, die meisten sogenannten Helden erzählen in Tavernen oder am Lagerfeuer von ihren Heldentaten. Schön und gut, perfekt zum Einschlafen und zum Alpträume haben, wenn der große Riese mal wieder von seinem Kampf mit Untoten und Riesenspinnen erzählt.

    Das hier ist aber mein Tagebuch und meine Geschichte - klein für den Lesenden, groß für mich auf jeden Fall. Ich war immer der Meinung, man sollte mehr wissen über Helden und solche, die es mal werden wollen - also mich zum Beispiel. Zudem regnet es gerade und die Pfützen auf Velias Wegen sid schon jetzt so groß, dass ich drin baden könnte. Was? Ob ich das schon mal machte? Frag nicht weiter - man hat kein verstnändis für eine Shai, die im freien Baden will, also wirklich.

    Jedenfalls will ich offen und ehrlich erzählen, wie ich zu einem Spitz- und Rufnamen kam - bildet euer eigenes Urteil, ich stehe jedenfalls dazu zu träumen und ein Ziel weit hinter dem Horizont zu haben.

    Als ich klein war - haha, ja, ich weiß, ich kenne ALLE Witze über die Größe von uns Shai. UNd ich hab noch nie einen wirklich guten gehört, aber in Ordnung: als ich NOCH kleiner und jünger war als jetzt ...

    ... lauschte ich wie alle Kinder auf der Insel Illyia den Geschichten und Seemannsgarn von Onkel Baori. Er sitzt dann vor seinem Lagerschuppen unten am Hafen, raucht sein schaußliches Rauchkraut und kann die spannendesten Geschichten zum Leben erwecken in den Kopf der kleinen und manchmal auch großen Zuhörer. Wenn ihr einmal unsere schöne INsel besucht und ncht nur Handelt und Tausch im Kopf habt, hört einfach mal zu.

    Jedenfalls handelte eine seiner besten Geschichten vom Schatz am Ende des Regenbogens. Ein unermesslich wertvoller Schatz. Keiner weiß, ob der Schatz von jedem gefunden werden könnte oder er auf den oder die eine wartet, um endlich gefunden zu werden. Jedenfalls, dort wo seine Enden den Boden berühren, dort leigt er und muss nur ausgeraben oder aus dem tiefen des Meeres geborgen werden. Mir war sofort klar, dieser Schatz wartet auf mich.

    Also begann die kleine Shai, jeden Regenbogen zu verfolgen, den sie von der Insel aus sah. Dummerweise sind die Enden der Regenbogen immer fern und nachdem man mich mehrmals erschöpft aus dem Meer gefischt hatte, weil meine KRaft zu schwimmen nicht lange reichte als Kind, wurde ich natürlich dabei erwischt, ein-, zweimal --- vielleicht auch mehr, rechnen war nciht meine Stärke damals - zu versuchen, die Fischerboote zu kla - zu requirieren.

    Schließlich verbot Oma Diega mir strikt, fern der Insel zu versuchen, ein Ende des Regenbogen zu erreichen.

    Erst war im regelrecht am Boden zerstört. Dann aber überlegte ich, dass im Lauf der vielen Jahre und Jahre immer wieder ein Regenbogen über Illya hinweggezogen sein musste. Wer sagt denn, dass der Schatz immer nur am Ende eines aktiven Regenbogen liegt. Klar, DER große Schatz sicher, aber vielleicht war ja ein Stück auch mal in der Erde liegen geblieben. Nennen wir es einfach ein EINZIGES STÜCK (One Piece) vom Schatz. Eben, niemand!

    Also musste ich, um meinen Schatz zu finden, nur danach sucen und graben.

    Eine fehlende Schaufel viel nicht auf.

    Auch nicht die ersten Grabungslächer meinerseits.

    Aber eine Insel ist eben eine Insel und irgendwann vielen die Löcher auf. Und irgendwann erwischte man mich, wie ich die Insel Stück für Stück umgraben zu versuchte.

    Bald reichte es allen und Oma Diega ließ mich zu mir kommen deswegen. Natürlich verbot sie mir, weiter zu graben. Nach dem Lachanfall als ich ihr meine Beweiskette bezüglich meines Regenbogenschatzstückes dargelegt hatte.

    Hoch offiziell wurde mir verboten, die Insel weiter umzugraben, da sonst Illya in nicht allzu fernen Zeit wie ein löchriger Käse vom Festland im Meer versinken würde wie die Ruinenstadt nördlich von uns. Ich glaube, Omas letzter Satz dazu war, warukm die kleinen immer die größten Träume haben und die größten Probleme bereiten.

    Ach ja, mein Spitzname: seit dieser Zeit in meiner Kindheit werde ich nur noch Amuenue genannt. Das Wort kommt aus der Sprache des Seevolkes, der Afali, und bedeutet "Regenbogen".
    Ich finde, ein passender Name.

    Ob ich meinen Traum aufgegeben habe? Hallo, seh ich so aus? Mein Stück vom Schatz am Ende des Regenbogens ist noch dort in der großen weiten Welt irgendwo - und ich bin nun alt genug um die Welt zu bereisen und ihn zu finden.

    Kann etwas dauern bei der Größe der Welt und der Länge meiner Schritte. Und sicher werd ich andere brauchen, mit denen ich die Reise durchstehen kann.

    Aber auch wenn meine Reise im Nebel des Schicksal verborgen ist, das Ende kenne ich jetzt schon.

    Und sicher habt ihr, wehrte Lesende, auch solche Ziele.

    Also zäumt den Esel auf, laßt die Segel runter, schnürt eure Schuhe.
    Los gehts!

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