Die Frau in Schwarz

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  • Zum Verständnis der kommenden Ereignisse, erfolgt eine Ansammlung von Gerüchten, welche um den Mai letzten Jahres begannen.


    Wo: Calpheon

    Was:
    Seit Tagen munkelt man in den Gassen und Straßen Calpheons:
    Bald, bald ist es wieder soweit. Dann steht sie wieder da, am Grab des ungeborenen Kindes. Still und leise wird sie sein, bis ein melodisch, leises Summen ihre Lippen verlassen wird. Selbst der grummelige Friedhofsgärtner war einst zu Tränen gerührt, als er an jenem Tag in der Nähe dieser Frau unbemerkt sein Werk verrichtete.


    Doch wer ist die Unbekannte? Niemand wagte es sich ihr je zu nähern. Sie gar in ihrem Tun zu unterbrechen.

    Die Alten flüstern sie sei einst die Frau eines wohlhabenden Kaufmannes gewesen. Im Bunde mit dem Teufel habe das Weib gesteckt. Mit ihm gebuhlt und herumgehurt. Als Zeugnis entstieg ihren Lenden ein totes Kind. Die Eliontreue Familie des Kaufmannes war darüber entsetzt. Doch ehe die Kirche über die Sünderin richten konnte, war das Weib vom Erdboden verschwunden und nie gefunden.

    Ob es die Wahrheit ist oder eine Schreckensgeschichte für kleine unartige Kinder...dies vermag man selbst herauszufinden.


    Wer:
    Tratschtanten/ Kinder/ Bettler/ Zu tief ins Glas blickende/ Friedhofsangestellte





    Wo: Velia

    Was:

    Am gestrigen Tag konnte man Varesh dabei beobachten, wie sie unter der Tür des Ladens Schatzkiste einen verschlossenen Brief hindurchschob.

    Die Besitzerin der Schatzkiste, Siriaka, wird beim Auffinden und Öffnen des Briefes eine kleine Liste vorfinden.

    Hallo Siri,

    anbei eine kleine Liste von Gegenständen welche ich in den nächsten kommenden vier Tagen benötige. Vielleicht kannst du mir diese bereits zusammenstellen, sofern du diese auf Lager hast.

    3 Stücke Zeichenkohle
    1 Flasche Oliven Öl
    1 Becher Velianischer Farbstoff - Schwarz

    Du kannst mir gerne eine Rückmeldung in der Möwe hinterlassen, sollte etwas nicht vorhanden sein.
    Bis spätestens in vier Tagen.

    Liebsten Gruß

    Varesh
    Wer: Passanten, die Ratschen von Balenos, Wachen, Handwerker






    Wo: Velia

    Was: Am frühen Morgen, noch ehe die ersten Sonnenstrahlen den beginnenden Tag begrüßten, holte Onizuca, ein Arbeiter aus der "Tanzenden Möwe", eines der untergebrachten Pferde aus dem Stadtstall Velias ab. Er führte das Pferd namens Kovac, welches neben weiteren Pferden zum Besitz der "Tanzenden Möwe" gehört, eben zu jenem Grundstück. Am Eingang wartete bereits der Riese, der allen als der Türwächter der Möwe bekannt sein dürfte, nebst Varesh, welche ihr sonst so aufreizendes Antlitz unter Reisekleidung und einer Kutte verbarg. Eiligst strich sie sich einige dunklere Haarsträhnen aus ihrem Gesicht, während die beiden Männer das Gepäck der Frau auf das Pferd zurrten und ihr anschließend, nach einigen herzlichen Umarmungen, auf den Rücken des Tieres halfen.
    Als sich die beginnende Morgenröte am Horizont zeigte, durchquerte die berittene Varesh das westliche Stadttor Velias.

    Wer: Wachen & Frühaufsteher





    Wo: Calpheon

    Was: Sie wurde gesehen! Die Frau am Grab des ungeborenen Kindes.
    Der melodische Klang ihrer Stimme lies dem alten Herbert das Blut in den Adern gefrieren, als er diesen am Rande des Friedhofes vernahm. Zu später Stund kam er aus der Kneipe am Hafen und war gerade auf dem Weg in seine Unterkunft, als er das leise Summen inmitten der klaren Nacht hörte.



    Dennoch traute er sich über den Rand der Mauer zu blicken. Zwischen den zahlreichen Gräbern und Büschen sah er sie. Die Frau war gehüllt in Schwarz. Summend stand sie am Grabe des ungeborenen Kindes. Der Anblick lies sein, vom Alkohol gewärmtes, Blut schlagartig abkühlen.
    Doch war es das reichliche Bier, welches im Mut verschaffte oder war es der Umstand seiner zitternden, verkrampften Hände, welche ihn nicht von der Mauer und dem Anblick der eingehüllten Frau hinfort ließen?
    Sie muss einen Schleier getragen haben, denn sosehr er es versuchte, er vermochte einfach kein Gesicht zu erkennen. Und so schaute – nein starrte er sie einfach weiter an.
    Bis der Schrecken ihn wahrhaftig ereilte, als das Summen schlagartig verebbte und binnen eines Augenschlages sich der Kopf der Frau hob.

    "Sie sah genau in meine Richtung. Ich sage euch Leute, sie hat mich angestarrt. Direkt in meine Augen. Ich dachte der Teufel würde mich holen. Noch nie bin ich so schnell in meinem Leben gerannt. Eines sage ich euch...nochmal gehe ich die nächsten Tage nicht dort vorbei. Nachher steht die mitten auf der Straße vor dem Friedhof und kommt mich holen, weil ich sie gestört habe." ~ Herbert

    Wer: Tratschtanten/ Kinder/ Bettler/ Zu tief ins Glas Blickende/ Arbeitervolk/ Friedhofsangestellte/ Herbert




    Wo: Calpheon

    Was: Etwas ist geschehen! Auf dem Grab des ungeborenen Kindes befinden sich am heutigen Tage auf einmal zahlreiche Blumen und eine glimmende Kerze. Am Tag zuvor konnte man schon eine Gruppe dreier Frauen beobachten, von denen eine die erste Blume auf das Grab niederlegte.
    Aber warum taten sie dies? Etwa aus Furcht? Mitleid? Oder kennen jene Damen etwa die Frau in Schwarz?
    Gemunkel, Gemunkel macht sich breit. Doch etwas anderes unterbricht die spekulierenden Gemüter, als tief in dieser Nacht ein fremder und doch bekannter Klang über den Friedhof weht.

    Die Frau in Schwarz ist wieder da! Doch etwas ist anders. Sie singt!
    Ob es nun an Blumen und Kerze lag, vermag man nur zu raten.


    ...

    [cbox]
    Am folgenden Tag wird man Herbert am Hafen Calpheons hören können, wie er zu einer Gruppe Arbeiter spricht:

    "Ich war ergriffen. Noch nie zuvor habe ich etwas so derartiges gehört. Sie muss eine Sirene sein! Mit ihrer Stimme will sie uns auf den Friedhof locken und uns die Seele mit ihrem betörenden Gesang rauben. Anders kann es nicht sein! Wer hat nur die Blumen und die Kerze dort aufgestellt? Wir werden sicherlich in das Verderben gerissen!
    Elion sei Dank, dass ein Priester sich der Sache annehmen will. Zumindest schwöre ich euch, dass ich des Nächtens am Friedhof die Kutte eines Priesters gesehen habe!" ~ Herbert

    Wer: Tratschtanten/ Kinder/ Bettler/ Zu tief ins Glas blickende/Arbeitervolk/ Friedhofsangestellte/ Herbert/ Priesterin Wuyae & Asmael




    Wo: Calpheon

    Was: Gestern Abend zu fortgeschrittener Stunde hatte die Schänke nahe des Werkstättenviertels wieder einen gern gesehenen Gast bei sich. Priester Mannheim suchte offenbar die Volksnähe der Arbeiterschaft.
    Schankmaid Gudrun berichtet jedoch von einer weiblichen Begleitung an der Seite des Priesters. Schön anzusehen war jene Frau, trotz einer dünnen Narbe auf ihrer linken Wange. Und ein seltsamer Ausdruck lag in dem Blau ihrer Augen. Aber womöglich verfälschten die dunklen Haare diesen Eindruck, welchen Gudrun hatte. Generell trug die Frau wohl keine farbenfrohe Kleidung. Vielleicht kam sie gerade von einer Beerdigung. Wer weiß das schon.

    "Ach Priester Mannheim ist eine Bereicherung auf Elions Erden. Er saß mit dieser Frau lange am Tisch beisammen. Zuerst wirkte sie sehr missmutig, traurig oder nervös...doch zu recht später Stund wirkte sie sehr auf einmal sehr entspannt, beinahe beseelt. Das kann nicht an dem einen Glas Wein gelegen haben. Nein, dies lag an seinen barmherzigen Worten. Und als die beiden dann aufbrachen, hatte Priester Mannheim sie noch liebenswürdigerweise begleitet. Bei so später Stund kann ja allerhand in Calpheon passieren. Und bei so einer Frau erst.... Haben Sie schon von dieser Frau in Schwarz am Grabe des ungeborenen Kindes gehört? Der alte Herbert erzählt ja wahre Schauermärchen. Sein Gerede sollte mal die Stadtwache unterbinden. Nachher glaubt hier jeder an irgendwelche Geistergeschichten...Ich glaube sowas ja nicht. Ich habe die Frau selbst noch nie gesehen..."

    ~ Gudrun

    So manche Wache wird bestätigen können, dass der Priester mit einer Frau gesehen wurde, welche er nach eigener Aussage gnädigerweise auf dem Weg zu ihrem Heim begleitete. Die Richtung welche die beiden einschlugen, war jedoch das Kirchenviertel.

    Wer: Passanten die jene Wege kreuzten, Gäste des Schankhauses, Wachen, Gudrun und andere Tratschweiber





    Wo: Calpheon

    Was: "Oh welch Unglück! Ein Mord! Ein Mord ist geschehen!"

    So erschallte es am frühen Morgen im besonnenen Kirchenviertel Calpheons. Doch was ist geschehen?
    Zur großen Bestürzung vieler, fand Kammerdiener Jacob am frühen Morgen Priester Mannheim tot auf dem kargen Holzboden direkt neben dem Bett seiner bescheidenen Wohnung auf. Vollständig entblöst inmitten einer Lache seines eigenen Blutes. Doch welche Bestie hat dies getan? Wer kann einen so barmherzigen Mann kaltblütig töten?
    Der Klerus als auch die Stadtwachen bemühen sich um die Aufklärung dieses abscheulichen Verbrechens. Man munkelt sogar, dass die Kirche es in Betracht ziehe die Inquisition auf dieses Verbrechen anzusetzen. Demnach würde unter anderem die Priesterin Wuyae mitsamt Gefolge wieder im aktiven Dienst stehen.

    "Es war grauenhaft Priester Mannheim so zu sehen. Wie lange er dort schon in dieser unwürdigen Position gelegen haben muss. Das Blut wurde schon trocken." ~ Jacob

    Zurzeit ist man sehr darum bemüht die Bürger zu beruhigen, nachdem einige Stimmen in Teilen der Bevölkerung laut wurden, dies wäre sicherlich das Werk der Frau in Schwarz. Schließlich habe sich Priester Mannheim zuletzt für dieses Gerücht interessiert und wollte dem nachgehen.

    "Er hat sich ihr zusehr genähert und nun hat sie ihn geholt. Oh welch schauriges Ende. Ich bin froh, dass sie mich nicht geholt hat." ~ Herbert
    Trotz der Bestrebung von Wachen und Klerus steht die Auflösung dieser Angelegenheit unter keinem guten Stern. Wann dieses grauenhafte Verbrechen vor Elion seine Aufklärung findet ist fraglich.


    Wer: Besorgte Bürger, Aufrichtige Bürger, Zuhörende Bürger, Wachen, Teile des Klerus, Kammerdiener Jacob

    Xellesa Ceos - Rawhiti Musou - Varesh - Onizuca - Wuyae - Asmael Tiamat - Gixtah - Thelesa - Iliaz

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