“Langsame Annäherungen”

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  • “Langsame Annäherungen”


    …….die Tage in Heidel ohne Zoe vergingen für Lucan wie im Flug. Zoe nach dem Vorfall mit der Bauernfamilie noch immer geschockt vom Treiben des Barons. Ja auch er weiß, dass er ein grausames Monster sei, aber wie sollte man den sonst mit solch Bauern Abschaum umgehen? “Nein”......da schüttelte er doch verdutzt den Kopf. Die Valencianer sind doch ein zu “warmherziges” Volk, sonst würden diese sich nicht in der Wüste verkriechen. Ein schmunzeln machte sich auf Lucans Lippen breit ehe ihm die überlegung kam das Zoe doch zu sanft für ihn wäre. Lucan auf der Suche nach einer starken Frau an seiner Seite hofft dennoch, dass Zoe ihm diese Stärke irgendwann zeigt die er doch so verzweifelt sucht. Diese Gedanken beschäftigten den Baron viele Tage doch jeden Tag sah die Magd des Hauses nach Lucan, ob er doch noch am Leben sei, da die Wunde die ihm zugefügt wurde nicht in seiner Aufmerksamkeit lag, wurde diese doch immer schlimmer und schlimmer. Nach ein paar Tagen des alleine seins, klopfte es an der Türe. Es war Zoe die Lucan doch nicht mit der Wunde am Bauch alleine lassen konnte, “Valencianerin eben”......kam der Gedanke wieder hoch im Baron. Einerseits war er froh darüber, dass Zoe nicht einfach gegangen ist, andererseits wusste er selbst nicht wie er darauf reagieren soll das Zoe doch noch zurückgekommen ist. War es doch nur die Barmherzigkeit der Valencianer oder empfand Zoe doch noch etwas für den Baron? Als sie dann in seinem Schlafgemach ankam, erklärte sie ihm doch das sie doch noch Gefühle für ihn hegt, aber nichts konnte seine Grausamkeit überspielen die er dort an den Tag legte. Sie forderte dass er das kleine Bauernmädchen gehen ließ, ohne ihr ein Haar zu krümmen und sie bat ihn, dass er so etwas in ihrer Gegenwart unterlassen sollte. Auch Zoe hatte ihre Grenzen die Lucan nun all zu gut erforscht hatte. Da nickte Lucan zustimmen, denn ein Bauernmädchen das Rachegedanken an ihm hegte, war doch nicht das was er sich unter einer Bediensteten vorstellen konnte. So einigten sich beide darauf, es nochmals langsam angehen zu lassen.

    Auch so verstrichen die Tage wieder wo Zoe und Lucan sich wieder etwas näher kamen. Aus Hass und Abneigung wurde langsam aber stetig wieder Liebe und Vertrauen. So kam es an einem unbescholtenen Abend dazu das Lucan ihr einen Antrag über den Tisch machte. Die romantische Ader wurde dem Baron natürlich in die Wiege gelegt, davon war er überzeugt. Einen Antrag am Morgen über den Tisch auszusprechen ohne jede Miene zu verziehen, das sah Lucan doch ähnlich. Zoe komplett verdutzt über diese Frechheit einen Antrag so unromantisch zu gestalten, war sie dazu geneigt “Nein” zu sagen. Sagte aber dennoch “Ja” da sie wusste tief im Herzen war Lucan ein guter Mann nur konnte er seine Gefühle nicht immer so zeigen, dass es der Valencianerin gefiel. Denn auch für eine Valencianer sollte der Mann der diese zur Frau nimmt auch den Vater fragen. Lucan schüttelte nur den Kopf, ihn interessiert ihr Vater nicht und das solle sie Regeln, da auch er seine Grenzen hatte zum Valencianischen Volk. Natürlich mit dem Hintergedanken das er niemals nach Valencia komme und er wusste, dass der Vater von Zoe ebenfalls nach den ganzen Zwischenfällen, zwischen Valencia und Calpheon, niemals nach Calpheon kommen würde. Auch ihm kam es suspekt vor das er möchte, dass eine Valencianerin seine Frau wird aber bei einem so wunderschönen und sanften Geschöpf wie Zoe konnte man nur schwer der Versuchung widerstehen. So willigte sie doch ein, Lucans Verlobungsantrag anzunehmen. Nach langen Gesprächen mit Zoe hatte Lucan noch ein Dorn im Auge, die Leibwache von Zoe, Söldnerpack das natürlich nicht von seinem Reichtum profitieren sollte. So kam es auch dazu, dass ihre Leibwache Andranas nach einem langen Gespräch einwilligt der Garde von Falkenstein beizutreten, um seine Arbeit doch fortsetzen zu können. Da der Baron nicht begeistert war ,dass seine Liebste von einem Söldner bewacht wird und man selbst eine Garde aus Rittern und Edelmännern besaß die für besagte Arbeit doch um einiges Besser geeignet wären. Aber um nichts zu überstürzen forderte der Söldner einen Probe Kampf um testen zu können wie es um das Können der Gardisten von Falkenstein steht. Auch diesem Wunsch willigte der Baron ohne zu zögern ein, aber erst später wusste man um den Hintergedanken, denn der Barons schon zu diesem Zeitpunkt hatte. Den auch er wollte wissen was Andranas zum besten gibt, ob er doch geeignet wäre ein Gardist der Garde von Falkenstein zu werden. Natürlich fehlte es dem Söldner an Etikette, aber von der Kampferfahrung des Söldner konnte man doch profitieren. Sobald dieses Abkommen stand wurde auch schon weiter erzählt, das der Baron auch wieder zurück nach Calpheon muss um ein paar Kontakte und Geschäfte zu pflegen und der Aufenthalt in Heidel für ihn wieder vorbei war.

    Kaum verlor er diese Worte klopfte es wieder an der Türe. Was für eine Überraschung es doch war, dass seine Schwester Yennefer für einen Tag zu besuch ins Anwesen nach Heidel kam. Familienbewusst wie Lucan doch sei wurde sie herzlichst begrüßt und im freien Gästezimmer deponiert. Viel konnte die junge Baronesse nicht über das Gestüt preisgeben, da es auch in Calpheon eher mager mit den Geschäften lief. Ebenso durfte Lucan in Freude erzählen, dass er sich mit Zoe verlobt hatte. Seine Schwester reagierte darauf eher mit Skepsis und Vorsicht, da auch sie nicht übersah woher die Frau kam. Aber auch Yenn zuckte mit den Schultern und freute sich für ihren Bruder. Aber auch sie hofft, dass er wusste was er tat. Den viele adelige in Calpheon waren noch immer in tiefster Abneigung zu Valencia. Trotz all der Widrigkeiten wurde der Abend noch freudig begossen und erst spät in der Nacht, wurde sich zur Ruhe begeben…...
    "Durch Krieg wird Frieden gesucht"
    Leonardo Varro von Falkenstein

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