“Im Schatten eines Monsters”

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  • “Im Schatten eines Monsters”


    Da die Dynastie Falkenstein, Schürfrechte in der nördlichen Mine von Heidel besaß, gab es auch den ein oder anderen “Sklaven”….ich meine natürlich Bauern…..der für die Familie arbeitete. Der Baron wurde meist als wohlhabender Mann beschrieben der auch die ein oder andere gute Tat gegenüber den Bauern erbrachte. So gut auch die ein oder andere Tat des Barons war kannte man all zu viele Gerüchte über das dunkle Treiben in den Schattenseiten des Barons. Und so kam es eines Tages dazu, dass Lucan einem “Bauern” einen Kredit von erhabenem Wert versprach, natürlich mit einem mörderischen Zinssatz, so dass der Bauer auch samt seiner Familie in aller Ewigkeit an ihn und seine Dynastie gebunden war. Doch hier vergingen viele Monate, wo der Bauer nichts nachzahlen konnte. Da kombinierte Lucan einen Besuch am Hofe des Bauern mit einem Spaziergang seiner Angebeteten.

    Sie ritten mit den Pferden, erst spät nach der Mittagszeit los und machten sich auf den Weg zum Hofe. Da Zoe nichts von den Machenschaften ihres Geliebten wusste, dachte sie auch nur es wäre ein Spaziergang und kennen lernen der Stadt samt umliegender Höfe und Wälder. Begleitet von Gardisten der Hausgarde ritten sie dann zum Hof. Am Hofe angekommen bat Lucan, Zoe sich schon auf den Weg zu machen und sagte ihr, dass er gleich nachkomme und das es da noch etwas gäbe das seiner Aufmerksamkeit bedarf. Als er vernahm dass sie etwas aus der Reichweite seines Tuns war, löste er eine Jagdgewehr vom Sattel seines Pferdes und marschierte samt Gardisten in das Haus des Bauern. Man vernahm einen lauten Streit, schreie einer Frau die aus dem Haus geworfen wurde von den Gardisten, doch dann hörte man nur noch einen lauten Knall…….Stille war eingekehrt am gesamten Hofe, was eben noch lauter Tumult war wurde nun zu einer eisigen und alles verschlingenden Stille. Da sah man auch schon wieder wie der Baron aus dem Hause kam und die Waffe wieder zurück an den Sattel steckte. Er wandte sich wieder zu Zoe und lächelte sie warm an. Da hob die Valencianerin auch schon eine Braue…:”Wo warst du? Was hast du gemacht? Und wieso hast du Blutspritzer an deiner Rüstung?”....fragte sie und blickte ihn dabei mit einem entsetzten Blick an. Da hob Lucan auch schon beruhigend die Hand und sprach..:”Nichts was deiner Aufmerksamkeit auf sich ziehen sollte, meine Liebste”. Nichts sagend schüttelte sie dann doch den Kopf ehe er wieder zügig vom Hofe abreisen wollte. Man konnte der Valencianerin ansehen das sie doch etwas geschockt war, aber auch nicht tatsächlich nach verfolgen konnte was da gerade auf dem Hof passiert ist. So kehrten sie wieder zurück nach Heidel ins Anwesen der Falkensteiner zurück.

    Später am Abend an einem Glas Wein war die Sache am Hofe fast schon wieder vergessen da klopfte es doch recht spät am Abend an der Tür. Lucan zuckte nur kurz mit den Schultern, eine Wache begab sich darauf nach unten zur Türe und öffnete diese bevor ihm eine junge Frau ins Auge sprang und dieser sie nach einer kurzen Diskussion auch schon herein bat. Ohne groß sich vorzustellen wollte sie zum Baron von Falkenstein und sie würde etwas persönliches für ihn haben. Der Gardist kam in den Raum wo Zoe und Lucan sich gerade einem Glas Wein hingaben, er unterbrach dieses treiben und so erhob sich Lucan und würde auch schon nach unten gehen zu der vermeintlichen Frau. Kaum großer Worte zu verlieren erzählte Lucan das sie wohl ihn suche. Ein großer und dummer Fehler wie es sich im nachhinein feststellen ließ, denn die kleine zog ein Messer und versenkte dessen Klinge tief im Fleisch des Barones. Die junge Frau, kaum das Messer im Fleisch versenkt blickt nach oben und beginnt dann auch noch zu schmunzeln. Da wurde Lucan die ganze Sache etwas zu Bunt und da hob er doch seine Faust um die “kleine Hure” wie er sie in dem Moment betitelte auch schon mit einem gezielten Schlag ins Gesicht nieder zu strecken. Die junge Frau am Boden liegend stolpert Lucan auch schon zurück und lässt sich auf einen der Stühle im Gästezimmer fallen. Die Wache warfen sich dann auf die junge Frau und drückte diese vor dem Baron auf den Boden. Durch den ganzen Tumult im Erdgeschoss wurde auch Zoe darauf aufmerksam und eilte nach unten. Kaum unten angekommen sah sie eine Frau am Boden liegen und ihren Liebsten Blutüberströmt auf einem Stuhl sitzen. Im ersten Moment doch geschockt wie es zu diesem Vorfall kommen konnte ergriff sie gleich die Initiative und stillte die Blutung von Lucan, sie schüttelte nur nichtssagend den Kopf dabei blickt sie immer wieder in sein Gesicht. Die Minne kaum verzogen eher Still und nachdenklich irritierte sie doch ein wenig da ihm doch gerade noch ein Messer ins Fleisch gerammt wurde. Nachdem das Mädchen wieder aufgerichtet wurde und beruhigt hatte wurde herausgefunden, dass besagtes Mädchen das Kind des Bauern war, dem Lucan einen Besuch abgestattet hatte. Kaum hatte sich Lucan wieder gefangen sagt er ihr, Zoe solle zuerst dem Mädchen helfen, sie sollte sie bereit machen und saubere Sachen anziehen, er habe etwas mit ihr vor. “Die kleine Hure wird schon sehen was sie davon hat. Aber gut so kann sie wenigstens etwas Geld für mich verdienen, was ihr Nichtsnutz von Vater nicht geschafft hat”...kam mit lauter Stimme von ihm. So wurde dies auch gemacht und das Mädchen in die Badestube gebracht, damit sie ihre kleine Wunden am Kopf und den noch mehr angekratzten stolz den das kleine Bauernmädchen hatte kurieren konnte. Lucan wurde später vom Medicus der Garde wieder zusammengeflickt da es nur eine kleine Wunde war und auch nichts Lebensbedrohliches, so der Medicus. Da kannte Lucan schon andere Wunden. “Ein Schwert mit einem Messer zu vergleichen kommt nicht in meinen Sinne”...erwidert er nur knapp dem Medicus. Das kleine Bauernmädchen weinte sich bei Zoe in der Badestube aus und erzählte ihr was an dem Nachmittag im Haus passierte. “Sie kamen ins Haus schleppten mich und meine Mutter an den Haaren nach draußen, ehe sie sich um meinen Vater kümmerten. Er zerschoss ihm mit dem Gewehr das er bei sich hatte, das Knie…..das Knie.” wiederholte sie sich. “Wie sollte mein Vater jemals wieder arbeiten um Geld zu verdienen?”....weinend ließ sich dann die junge Frau in den Armen von Zoe nieder. Geschockt von dem was Lucan tat, war Zoe sich nicht mehr sicher wen sie da vor sich hatte und so nahm sie in der Nacht die junge Bauerntochter mit sich in eine Taverne, sie gingen zu ihrer persönlichen Leibwache Andranas. “Sie in dem Haus wo dieses Monster schläft?......Nein”.....der Gedanke biss sich in ihr fest und so blieb ihr nichts anderes über um ihn zu verlassen. Die kleine dort zu lassen kam ihr auch nicht in den Sinn so verließen beide das Anwesen der Falkenstein und verbrachten gegen jede Kenntnis oder gar Befehl des Barones, die Nacht in einer Tavern. Später am Abend konnte man noch vernehmen wie der Baron in seiner Stube tobte vor Wut doch auch das fand sein Ende wie alles was der Baron plante……….
    "Durch Krieg wird Frieden gesucht"
    Leonardo Varro von Falkenstein

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