Artikel aus der Kategorie „Tagebücher“ 32

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  • Irgendwie meint das Schicksal es wohl gut mit uns, ohne große Zwischenfälle legten wir die Strecke von Florin nach Olvia zurück. Das aufziehende Gewitter kurz hinter den „Tor von Florin“ würde ich jetzt nicht als sehr großen Zwischenfall bezeichnen. Wir haben zwar ein kleine Husche von Regen abbekommen, aber ich will mich darüber nicht beschweren...es ist NUR Wasser.
    Olvia kannte oder kenne ich nur von weiten oder eben von alten Karten, die ich mal günstig erworben habe um sie zu studieren und mir entsprechendes Wissen an zu eignen.
    Der Ort mit seinen umliegenden Gehöften und Feldern, hat etwas beruhigendes.





    Hier kann man mal durchatmen und ich freue mich schon etwas, dass das Gefühl des Beobachtens immer weniger wird, je mehr ich mich von Calpheon fort bewege.



    Wie in jeder Ortschaft gibt es auch hier ein Gasthaus,die Unterkunft einfach,aber sauber. Selbst der Wein der hier ausgeschenkt wird, macht Lust nach mehr. Ich glaub ich werde mir eine oder zwei
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  • Malerisch wirkt es wie dieser kleine Ort an den Ausläufern des Balenosgebirges liegt. Richtig idyllisch will ich meinen, wenn man davon absieht, dass praktisch, auf der anderen Straßenseite ein gutes Stück den Wald rein die Breebaumruinen sind.
    Sie bereiten mir ein Gefühl des Unwohlseins und doch will ich auch sie bei Gelegenheit besuchen.
    Aber ich schweife ab, zurück zu den kleinen Florin, mit seinen Kräuterkundigen und Gärtnern. Dafür das dieser Ort so klein ist, herrscht hier genauso reges Treiben wie in Calpheon.






    Am frühen Abend traf ich zwei meiner Weggefährten in den kleinen Gasthof von Florin. Der stumme zurückhaltende Herr, hat sich als Yuusako vorgestellt und scheint auch viel in der Weltgeschichte herum zu reisen. Er gehört zu den wenigen, die ich kenne, die mein Heimatland persönlich gesehen haben.
    Zwischen Yuusako, Herr Attoriuss und meine Wenigkeit ist ein sehr interessantes Gespräch zustande gekommen. Wäre Sajidah dabei gewesen, sie hätte gewiss auch ihren Senf
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  • Was für ein Beginn dieser Reise, dachte ich, ich würde allein reisen, sind wir nun zu viert unterwegs. Eine recht seltsame Gruppe möchte ich meinen. Angefangen bei Sajidah, die ihre Ohren und Augen überall hat, was sie auch zu gibt. Leider wird sie nur ein Stück mit uns kommen, aber das ist in Ordnung, hat sie ja mit ihren Schiffen viel um die Ohren.
    Ich frage mich, wann sie den nächsten Versuch startet, mich auf ihr schwankendes Brechmittel zu holen, was sie Schiff nennt. Wie auch immer, so ist auch Sajidah eine Freundin für mich geworden, wie der alte Grummelkopf Ric. Das die beiden sich nicht riechen können stört mich nicht, schaffen sie es ja wunderbar sich aus den Weg zu gehen.
    Lange Sätze, kurzer Sinn... ich bin froh, dass sie dabei ist.





    Der zweite im Bunde ist der Herr Attoriuss, welcher zu einen meiner ersten Kunden gehörte, die bei mir eine Karte in Auftrag gegeben haben und die ihn wohl gute Dienste leistet, da er sie ja mit sich schleppt. Er wird mich bis nach Velia
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  • Diese große Stadt macht mich in letzter Zeit mehr und mehr verrückt. Ich fange an Dinge zu sehen wo nichts ist und das Gefühl, dass Augen auf mich gerichtet sind, macht die ganze Sache auch nicht besser, im Gegenteil es wird schlimmer. So schlimm, dass ich schon einen Kurier eine Ohrfeige gegeben habe,vor lauter Schreckhaftigkeit.
    Kurz ich muss hier raus, was anderes sehen, als Mauern, Häuser und den stinkenden Fluss, welcher die Stadt teilt. Streckenweise symbolisiert er sogar die Kluft zwischen arm und reich.
    So trifft es sich ja gut, dass ich nach Velia reise, gut möglich,das dadurch der ganze Spuck vorbei ist,wenn ich wieder zurück bin.
    Eben an dieser besagten fließenden, stinkenden Grenze traf ich einen, mir doch sehr lieb gewonnenen Bekannten. Bekannter ist untertrieben, der „Grummelkopf“ von einen Stadtjungen, kann man schon als Freund bezeichnen.
    Keine Ahnung wie er es macht, aber er ist immer da wenn ich einen Freund brauche, mit den man mehr oder weniger reden kann.
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  • In einer großen, weiten Welt wie dieser, gibt es genügen traurige Vorgeschichten, deren Ereignisse die jeweilige Person das Leben lang zeichnen können. Man sage es gäbe nicht mehr Platz für eine weitere solcher Geschichten. Nun, dem ist nicht so. In einer Welt, gefüllt mit finsteren Machenschaften, Intrigen, Kriegen und Katastrophen, wird es immer traurige Geschichten geben. Soll man darüber weinen, nein. Nein das sollte man nicht, weswegen es gilt dieser verkorksten Welt ins Gesicht zu lachen, selbst wenn die ganze Welt weint.


    Es geschah irgendwann zur Zeit von 260. 12 Kinder, nicht mehr nicht weniger. Mensch, Shai, Riesen, keinen Unterschied. Verkauft an einen verrückten Mann. Ein finsterer Alchemist names Urebi. Ihr würdet euch wundern, wenn man sagt alles wäre möglich mit Schwarzmagie. Urebi war wie eine Art Ziehvater, man lernte zwar von ihm, jedoch nicht das was jedes Kind lernen würde. Wie man nen Drachen baut und steigen lässt, nein. Indoktrination ist das Fachwort… [Weiterlesen]

  • Die Hinrichtung
    (Tagebuch Eintrag von "Theoredoreus")


    Einst erfüllte es mich mit Freude und Neugierde, wenn ich durch die befüllten Gassen des Marktes spazierte, um mich mit den vielseitigen Eindrücken derer zu bereichern, die diesen besuchten. Kinder huschten aufgeregt und spielerisch durch die, von Gästen bevölkerten, Marktstände. Dieser Traum ist aber gänzlich verblasst als ich mich nach einer Ewigkeit wieder durch die Seitentore der Stadt wagte. Ich hielt ein versprechen und kam um es einzulösen, aber die Zeit hatte mir einen Streich gespielt. Nicht die Marktschreie waren es, die mich begrüßten, sondern der erregte Ruf des Todes, der bis heute in meiner Gedankengrube hallt. "Endlich legt man diesem Abschaum das Handwerk! Sollen sie in der Hölle schmoren" schlagartig ereilt mich ein mulmiges Gefühl, was hatte es damit auf sich? Die Menschen drängten in Richtung Zentrum, wie eine starke Strömung die alles mit sich zog, was keinen Halt fand. Ich ließ mich ebenfalls
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  • Ja ich weiß, die meisten sogenannten Helden erzählen in Tavernen oder am Lagerfeuer von ihren Heldentaten. Schön und gut, perfekt zum Einschlafen und zum Alpträume haben, wenn der große Riese mal wieder von seinem Kampf mit Untoten und Riesenspinnen erzählt.

    Das hier ist aber mein Tagebuch und meine Geschichte - klein für den Lesenden, groß für mich auf jeden Fall. Ich war immer der Meinung, man sollte mehr wissen über Helden und solche, die es mal werden wollen - also mich zum Beispiel. Zudem regnet es gerade und die Pfützen auf Velias Wegen sid schon jetzt so groß, dass ich drin baden könnte. Was? Ob ich das schon mal machte? Frag nicht weiter - man hat kein verstnändis für eine Shai, die im freien Baden will, also wirklich.

    Jedenfalls will ich offen und ehrlich erzählen, wie ich zu einem Spitz- und Rufnamen kam - bildet euer eigenes Urteil, ich stehe jedenfalls dazu zu träumen und ein Ziel weit hinter dem Horizont zu haben.

    Als ich klein war - haha, ja, ich weiß, ich kenne ALLE… [Weiterlesen]
  • „Ich will eines Tages die Welt sehen, ich will Abenteuer erleben!“ (*)

    Als ich diese Worte sprach, lag ich als Kind in meinem Bett und blickte durch das Fenster zu den vielen leuchtenden Sternen im Himmelmeer weit droben über meiner Heimatinsel, Illya. Sie leuchtenden so unendlich weit entfernt und doch schienen sie immer nach mir zu rufen.

    Aber dann zog meine liebe Mutter meine Bettdecke höher und sagte nur: „Ach, kleine Maus. Eine Shai erlebt keine Abenteuer in der großen weiten Welt. Dort ist es gefährlich und gar nicht schön. Deine Heimat ist Illya, dort lebt deine Familie schon so lange in Ruhe und Sicherheit. Hier ist dein Platz, so wie der meine und der meiner Mutter vor mir und vor der. „
    Dann folgte immer die Geschichte unserer Familie und all unserer Ahnenfrauen, welche wichtige Aufgabe wir hier zu erfüllen haben in der Gemeinschaft der Insel. Jeder hat seinen Platz und der meine schien schon weit, weit vor meiner Geburt wie ein Tau festgezurrt zu sein.

    Wenn ich an meine… [Weiterlesen]



  • K
    apitel 1


    Vor einigen Tagen. Kühle Luft, blauer Himmel und die unbarmherzig stechende Sonne. Wo man auch hinsieht, besteht der Horizont aus Meer, Himmel, Meer und mehr davon. Es ist nahezu windstill und ein großes Schiff treibt gemütlich übers Wasser. Das Holz knarzt bei jeder noch so kleinen Welle und die Besatzung genießt die Ruhe. Nur unter Deck tümmeln sich ein paar Ratten und mittendrin wälzt sich eine junge Frau im Traum hin und her"
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    "Dac. Hey Dac! Beruhig dich. Du träumst schon wieder!"
    Die angenehm vertraute Stimme des Matrosen bringt mich wieder in die Gegenwart zurück. Schon wieder dieser eine Traum... Benommen blinzle ich und werde mir meiner Umgebung bewusst. Mir entfährt ein wohliger Seufzer, als der junge Mann mir seine kühle Hand auf die Stirn legt.
    "Ich mache mir langsam ernste Sorgen um
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  • PROLOG

    Vor etwa 15 Jahren. Ein heute längst abgebranntes Landhandelskontor. Irgendwo bei Calpheon kurz nach Mitternacht. Vorbeiziehende sahen Licht im Obergeschoss und hörten die Stimme eines aufgebrachten Mannes.
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    "Du bist nicht wie sie und wirst es auch niemals sein!"
    Seine Worte waren scharf. Wie ein Peitschenschlag trafen sie mir mitten ins Herz und hinterließen dort eine schwelende Wunde. Schlimmer jedoch war der Schmerz der Erkenntnis, dass er Recht hatte. Ich konnte ihr nicht das Wasser reichen und werde es niemals können. Egal, wie sehr ich mich bemühen würde.
    "Das hier ist verrückt. Du bist verrückt und deine ganze, verdammte Familie ebenfalls!"
    Wutentbrannt riss er sich das feine Hemd vom Leib, sodass die goldenen Manschettenknöpfe durch die Luft flogen und warf es mir vor die Füße. In seinem Blick lag rasende Wut. Rasende Wut und endlose Bitterkeit.
    "Ich sollte dich umbringen. Ich sollte euch alle einfach
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