Artikel 164

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    „Komtess...“, spricht er mich zum wiederholten Male falsch an und ich fragte mich, ob es eine Prüfung meines Rückgrats ist,
    oder einfach Dummheit im Mantel eigener nach außen getragener Bildung.

    „Gräfin...“, mein leiser Einwurf.

    „Bitte?“, hakt er nach und schüttelt sacht den Schopf: „Wie dem auch sei, Komtess...“

    Ich gebe auf.

    „... es ist nicht so schwer sich alle Namen der ansässigen Familien zu merken und wenn ihr erst in Calpheon seid, müsst ihr sie
    wissen. Also...“, ein tiefes Seufzen und Schmatzen als trüge er die Last der Welt auf den Schultern: „... den Kalis-Rat haben
    wir ja nun. Sehen wir, ob ihr in den letzten Tagen zwischen den Unterrichten gelernt habt.“

    Wir saßen unter einem der weitläufigen Bäume des Anwesens und Annaphen, die Glückliche, lag auf dem Rücken im Gras und
    ließ sich die Sonne auf den Bauch scheinen. Meine Gedanken schweiften ab, während er von Häusern wie di Falco oder Ceos
    sprach. Die Namen aus seinem Mund kamen und gingen, verfingen sich weniger
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    „Wir können nicht den Kopf nun in den Sand stecken und uns dem Schmerz ergeben. Du weißt was Vater gesagt hat,
    wir können nicht alle machen lassen was sie wollen.“

    Ich sah ihr zu, wie sie im Raum auf und ab ging und ich lauschte den vielen Worten, die einem Wasserfall gleich
    auf mich einprasselten.

    „Du weißt, ich kann es nicht tun. Ich habe einen anderen Weg gewählt, es war Alessios Weg Graf zu werden und
    meiner Walküre. Elion zu dienen ist alles was ich will und wofür ich lebe und arbeite.“

    Sie konnte es nicht tun, aber wer dann? Kurz senkte ich den Blick auf meine Hände, sie zitterten und taten
    dies bereits seit der Ankunft meiner Schwester und der schlechten Nachricht, die sie nach Olvia brachte.

    „Wir brauchen also eine Lösung und ich bin auch nicht bereit das Haus in Leitung an unsere Basen und Vettern
    zu geben. Sie haben die Weinberge, sollen sie diese behalten und verwalten, aber den Grafentitel halten wir.“

    Wir? Wie sollte das gehen? Wir könnten überhaupt
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    Ich erinnere den Tag, die Stunde, die Minuten als die schreckliche Nachricht überbracht worden ist. Gleichwohl höre ich auch noch die hastigen
    Schritte durch den Flur des Anwesens in Richtung meiner persönlichen Gemächer.
    Ungewohnt barsch wurde die Tür aufgerissen, knallte mit der Kante gegen die rückwärtige Wand und schlug hinter Annaphen wieder ins Schloss.
    „Das war unnötig“, korrigierte ich ihr Verhalten mit gehobenem Blick um dann das erste ungute Gefühl im Magen zu bekommen. Meine Schwester
    war bleich wie das Salz aus unseren Mienen. Sonst immer das pure Leben mit ihrem Elion geschenkten roten Haar, der gesunden Hautfarbe und
    den strahlend blauen Augen, ließ mich das Bleiche und die zitternden Finger unvermittelt aufstehen und zu ihr eilen. „Du siehst aus als wäre ein
    Geist persönlich hinter dir her. Was ist geschehen?“, meine Finger umfassten die ihren, ich sah ihr in die Augen und hörte dann: „Sie sind tot,
    Anastasia.“, ein Beben einem Schluchzen gleich hob ihr die Brust:
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  • Malerisch wirkt es wie dieser kleine Ort an den Ausläufern des Balenosgebirges liegt. Richtig idyllisch will ich meinen, wenn man davon absieht, dass praktisch, auf der anderen Straßenseite ein gutes Stück den Wald rein die Breebaumruinen sind.
    Sie bereiten mir ein Gefühl des Unwohlseins und doch will ich auch sie bei Gelegenheit besuchen.
    Aber ich schweife ab, zurück zu den kleinen Florin, mit seinen Kräuterkundigen und Gärtnern. Dafür das dieser Ort so klein ist, herrscht hier genauso reges Treiben wie in Calpheon.






    Am frühen Abend traf ich zwei meiner Weggefährten in den kleinen Gasthof von Florin. Der stumme zurückhaltende Herr, hat sich als Yuusako vorgestellt und scheint auch viel in der Weltgeschichte herum zu reisen. Er gehört zu den wenigen, die ich kenne, die mein Heimatland persönlich gesehen haben.
    Zwischen Yuusako, Herr Attoriuss und meine Wenigkeit ist ein sehr interessantes Gespräch zustande gekommen. Wäre Sajidah dabei gewesen, sie hätte gewiss auch ihren Senf
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  • Was für ein Beginn dieser Reise, dachte ich, ich würde allein reisen, sind wir nun zu viert unterwegs. Eine recht seltsame Gruppe möchte ich meinen. Angefangen bei Sajidah, die ihre Ohren und Augen überall hat, was sie auch zu gibt. Leider wird sie nur ein Stück mit uns kommen, aber das ist in Ordnung, hat sie ja mit ihren Schiffen viel um die Ohren.
    Ich frage mich, wann sie den nächsten Versuch startet, mich auf ihr schwankendes Brechmittel zu holen, was sie Schiff nennt. Wie auch immer, so ist auch Sajidah eine Freundin für mich geworden, wie der alte Grummelkopf Ric. Das die beiden sich nicht riechen können stört mich nicht, schaffen sie es ja wunderbar sich aus den Weg zu gehen.
    Lange Sätze, kurzer Sinn... ich bin froh, dass sie dabei ist.





    Der zweite im Bunde ist der Herr Attoriuss, welcher zu einen meiner ersten Kunden gehörte, die bei mir eine Karte in Auftrag gegeben haben und die ihn wohl gute Dienste leistet, da er sie ja mit sich schleppt. Er wird mich bis nach Velia
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  • Diese große Stadt macht mich in letzter Zeit mehr und mehr verrückt. Ich fange an Dinge zu sehen wo nichts ist und das Gefühl, dass Augen auf mich gerichtet sind, macht die ganze Sache auch nicht besser, im Gegenteil es wird schlimmer. So schlimm, dass ich schon einen Kurier eine Ohrfeige gegeben habe,vor lauter Schreckhaftigkeit.
    Kurz ich muss hier raus, was anderes sehen, als Mauern, Häuser und den stinkenden Fluss, welcher die Stadt teilt. Streckenweise symbolisiert er sogar die Kluft zwischen arm und reich.
    So trifft es sich ja gut, dass ich nach Velia reise, gut möglich,das dadurch der ganze Spuck vorbei ist,wenn ich wieder zurück bin.
    Eben an dieser besagten fließenden, stinkenden Grenze traf ich einen, mir doch sehr lieb gewonnenen Bekannten. Bekannter ist untertrieben, der „Grummelkopf“ von einen Stadtjungen, kann man schon als Freund bezeichnen.
    Keine Ahnung wie er es macht, aber er ist immer da wenn ich einen Freund brauche, mit den man mehr oder weniger reden kann.
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  • Die Gerüche von Fäulnis, Fäkalien und Verrottetem mischten sich mit der Feuchtigkeit in der Luft zu einer bestialische Masse, die sich wie Schleim über die Haut legte und jegliches Frische zu ersticken wusste. Ein tiefer Dunst legte sich über den feuchten, matschigen Boden. Das Bildnis eines Hexenkessel wurde in der Nähe von Glisch geboren. Eines miefigen Kessel.
    Es war ein Ding der Unmöglichkeit sich über die schlammige Erde zu bewegen ohne dabei von unten bis oben mit dem geruchsintensiven Boden beschmutzt zu werden. Demnach waren die Hosen und ledernen Mäntel der Männer von Sprinkler verziert und durch die Erde dunkelbraun verfärbt. Von den Stiefel wagte man gar nicht zu sprechen, schmatzen sie ein jedes Mal, wenn auch nur die kleinste Bewegung erdacht wurde. Sein Übriges tat der dabei vorherrschende Sumpf, aus dem Dämpfe Aufstiegen, die so erschreckend rochen, dass ein Feuer sie wohl entzündet hätte. An einem Baum, indes, blickten kaltherzige und ausdruckslose Augen in
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  • Da war sie nun, wie die Maus in der Falle und die Wände schienen immer näher zu kommen bei jedem ihrer raschen Atemzüge. Wie sollte sie entkommen? Welchen Weg gab es noch? Das hölzerne Tor war eines, aber dahinter lauerte er nur darauf sie zu haschen. Der zweifarbige Blick huschte umher, dann griffen die Finger in die Haare und bändigten die kastanienbraune Flut mit einem achtlos zur Seite geworfen und nun wiedergefundenen Haarband. Sie hatte keine Wahl, sie musste hier raus und zwar auf dem einzig möglichen Weg. Bedacht schlich sie auf leisen Sohlen zur Pforte und hielt ihr Ohr daran. Stimmen? Gepolter? Irgendein Geräusch was ihr Aufschluss geben konnte über das, was den Augen verwehrt war? Nichts, die Bande schien ausgeflogen zu sein. Wie enttäuschend! Ein sachter Druck auf das hölzerne Gebilde, sie würden doch nicht etwa versäumt haben dem Tor einen Riegel vorzulegen oder das Schloss abzuschließen? Aber nein, natürlich gab es nicht nach. Es wäre zu einfach gewesen,[Weiterlesen]
  • In einer großen, weiten Welt wie dieser, gibt es genügen traurige Vorgeschichten, deren Ereignisse die jeweilige Person das Leben lang zeichnen können. Man sage es gäbe nicht mehr Platz für eine weitere solcher Geschichten. Nun, dem ist nicht so. In einer Welt, gefüllt mit finsteren Machenschaften, Intrigen, Kriegen und Katastrophen, wird es immer traurige Geschichten geben. Soll man darüber weinen, nein. Nein das sollte man nicht, weswegen es gilt dieser verkorksten Welt ins Gesicht zu lachen, selbst wenn die ganze Welt weint.


    Es geschah irgendwann zur Zeit von 260. 12 Kinder, nicht mehr nicht weniger. Mensch, Shai, Riesen, keinen Unterschied. Verkauft an einen verrückten Mann. Ein finsterer Alchemist names Urebi. Ihr würdet euch wundern, wenn man sagt alles wäre möglich mit Schwarzmagie. Urebi war wie eine Art Ziehvater, man lernte zwar von ihm, jedoch nicht das was jedes Kind lernen würde. Wie man nen Drachen baut und steigen lässt, nein. Indoktrination ist das Fachwort… [Weiterlesen]
  • Ein Dunkel erhob sich, aus den tiefsten Tiefen des dunklen Blau. Es bahnte sich an, an die Oberfläche zurückzukehren, sein Ziel zu verschlingen und in das Nichts, in die Ferne, hin auszureißen. Gewaltig, allumfassend und gnadenlos. Ein Sturm war aufgezogen. Der Wind peitschte, geschwängert von Wasser, durch die Luft. An den Fensterläden ertönte eine besorgniserregende Melodie, entstanden durch das Geklapper der Holzschläge und den dünnen Spalten durch die die Luft Einzug in das Innere der Häuser fand. In strömen floss das herabgestürzte, kalte Wasser über die gepflasterten Wege hinunter zum Hafen und zurück ins Meer. Von den Dächern sausten dutzende kleine Wasserfälle hinab und verschleierten den Anblick auf den Port von der Ferne.

    Ein paar Seefahrer, die erst vor ein paar Tagen angekommen waren und die Behausung der Taverne in Anspruch genommen hatten, kämpften nun um das Wichtigste Gut, welches sie hatten. Ihr Schiff. Kräftige Männer spannten das Tau, während das Wasser ihren
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