Artikel 251

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  • Neu

    Wie damals rannte ich mit Linwe durch die Wälder Kamasilvias. Doch anders als damals, was Jahrzehnte her war, fühlte ich keine Freiheit. Nur schiere Entschlossenheit. Wie ich herausfinden durfte, haben die Ganelle in diesem zweiten Krieg, nach dem Mord an Polly, gewonnen. Die Ahib flohen in ein anderes Land, wo sie sich vermutlich neu formierten. Es würde früher oder später zu einem neuen Krieg gekommen, das war gewiss. Aber jetzt, jetzt wollte ich für Frieden sorgen, wenn auch nur ein Augenblick lang. So, dass die neue Generation zumindest ohne vom Tod umgeben zu sein aufwachsen konnten.
    Das bedeutete aber, die Menschen in Gefahr zu bringen. Linwe und Hulon hatten mir erzählt, dass es sehr viele Länder der Menschen gab und sie sich ohnehin ständig im Krieg miteinander befanden. Ich redete mir immer wieder ein, unsere Handlungen würden kaum einen Unterschied machen, aber der Plan bereitete mir immer Übelkeit, wenn ich über ihn nachdenken musste.
    "Vexilion, wir sind fast da. Wir
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  • Den Blick dem Waldrand zugewendetet wartete sie, still stehend, nur ab und an bewegte der Wind das lange Haar. Endlich Stunden schienen vergangen, trat er aus dem Wald auf sie zu. "Und hast du eine Entscheidung getroffen, meine Schönheit?" sanft und verführerisch erklang seine Stimme, Sicherheit klang darin mit, als wüsste er ihre Antwort schon. Ein Lächeln legt sich auf ihre Züge. "Das habe ich." leise erklang ihre Stimme so das er noch etwas auf sie zutreten musste. "Also kann ich erwarten das du endlich deinen Platz einnimmst?" Nun vertiefte sich ihr Lächeln, und als der braune Wolf zu ihr trat hätte man meinen können das auch er grinste. "Das werde ich, aber er ist nicht an deiner Seite." Beim erscheinen des Wolfes und ihrer Worte weiteten sich seine Augen, und als sie zuschlug und ihm eine tiefe Wunde quer über das Gesicht zufügte, wicher zurück. Hastig fand seine Hand eine kleine Phiole und noch während er sprach warf er diese zu Boden. "Das wirst du bereuen." Sie… [Weiterlesen]
  • "Und? Glaubst du das Sie kommen werden?" die rothaarige blickt fragend zur Seite "Vielleicht,vielleicht auch nicht. Wir werden sehen." antwortete Ihr gegenüber, den Blick über die Landschaft gerichtet. "Aber du hoffst darauf? Bei allem oder?" noch immer hielt sie ihr gegenüber im Blick."Natürlich tue ich das, man darf die Hoffnung niemals aufgeben. Das gilt auch für dich, ich weiß das du zweifelst, aber hab vertrauen, es wendet sich alles zum Guten." sie rothaarige seufzt leise "Ich bete das deine Worte wahr sind, es ist schon zu lange, ich will das alles nicht wieder und wieder durchmachen um am Ende enttäuscht zu werden. Ich bin es leid."ihr Gesprächspartnerin wandte sich nun endlich um, schloß sie in die Arme. "Ich weiß, ich kann mir nicht mal vorstellen was du in all der Zeit durchgemacht hast. " Sanft strich sie über den Kopf des Rotschopfes "Hab Vertrauen, wir werden bekommen was wir uns wünschen." [Weiterlesen]
  • "Die meisten von uns Sterblichen lernen ihr wirkliches Schicksal nie kennen; wir werden ganz einfach von ihm überrollt.
    Wenn wir dann den Kopf heben und sehen, wie es sich auf der Straße entfernt, ist es schon zu spät, und den Rest des
    Weges müssen wir im Straßengraben dessen zurücklegen, was unsere Bestimmung gewesen sein könnte. Die Hoffnung
    ist nichts weiter als der Glaube, dass dieser Moment noch nicht gekommen ist, dass es uns gelingt, unser wirkliches
    Schicksal zu sehen, wenn es heranrückt. Dass wir die Chance ergreifen, wir selbst zu werden, statt dazu verdammt
    zu sein, leer zu leben und uns nach dem zu sehnen, was hätte sein müssen ... und nie war."

    (Alice und die Scharlachkönigin, fünftes Kapitel, "Schicksal")

    ***

    Die blaue, schattige Morgendämmerung des calpheonischen Spätsommers setzte ein, die einen der herannahenden Kälte trotzen lässt und zu ziellosem Flanieren auf dem hellen Kopfsteinpflaster des Adelsviertels einlud.
    Eine samtene Sonne überzog die Straßen mit
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  • Ruckartig blickte sie sich um, sie war im Wald, nackt, neben ihr lag der braune Wolf und ein Bündel mit Kleidung. Irritiert blinzelnd blickte sie sich um, bevor die Erinnerungen auf sie einströmteen.
    Bilder der Jagd, das Gefühl des Laufens, das Pochen des Herzens, die Genugtuung die Beute gefunden zu haben. Langsam zog sie sich an blickte zu dem Wolf. "Das ist es also? Habe ich mich wirklich so geirrt?" Kurz sah es so aus als würde der Wolf grinsen. "Also war alles was geschehen ist nur damit dies geschieht? Ist es denn echt?" Als die Fragen aus ihr heraussprudelten legte der Wolf den Kopf auf die Seite. "Kannst oder willst du mir nicht antworten?" Wieder schien es als würde der Wolf grinsen, dann stand er auf und trottete davon. "Na toll ich rede mit einem Wolf und erwarte Antworten." grummelte sie vor sich hin bevor sie sich langsam auf den Heimweg machte. [Weiterlesen]
  • Eloen beendete ihr Gemälde mit einem letzten, kleinen Tupfer auf das Grün der Augen, welche sie noch immer so klar in Erinnerung behielt, als wäre die Besitzerin dieser Augen direkt vor ihr, in diesem Moment. Nun brauchte die Leinwand Zeit zum trocknen, da Eloen bevorzugt mit Öl zeichnete. So erhob sich die lange Elfe, nahm einen Schritt Abstand von ihrem Werk und betrachtete es kritisch. Es ist deutlich höher als breiter, damit jedes Detail der Elfe, welche in der Erinnerung Eloens rumschwirrte, genaustens eingefangen werden konnte. Es zeigte eine ebenfalls lange Elfe mit weniger Kurven als Eloen selbst, nackt gezeichnet. Sie stand vor einem Meer aus Blut und Tränen, ihr Rücken dem Schauenden zugedreht. Ihre roten, langen Haare zu einem Zopf gebunden, den Kopf zur Seite gedreht, damit sie sehen konnte, wer sie in diesem Moment bestaunt. Wie auch Eloen ist ihre Haut blass. Und obwohl man ihr Gesicht nur zur Hälfte sehen konnte, ist es perfekt eingefangen, dachte Eloen stolz.
    Ihr[Weiterlesen]
  • "The royal circlet of bright gold rests lightly on my brow
    I once thought only of the rights this circlet would endow
    But once I took the crown to which I had been schooled and bred

    I found it heavy on the heart, though light upon the head."

    ~*~
    [META-WISSEN]

    Der blasse Sternenhimmel spannte einen silbernen Schleier über die wenigen Bäume, die sich wagten, über die Gärten des Chateaux Deveroux empor zu ragen.
    Die Luft war erfüllt von schwerem Blütenduft und dem Stimmgewirr der vielen Gartenbesucher, und Medikus Dumas dachte, dass in einem Bienenstock zu leben
    sich wohl so anfühlen müsse. Er lächelte sanft und auch, wenn die meisten seiner Tage mittlerweile im Nebel der Altersdemenz an ihm vorüber zogen, erfreute
    er sich am Anblick jeder einzelnen Blüte, wenn er am Arm seiner jungen Enkelin Nora an ihnen vorüber schritt. Sie ein einfältiges aber sehr liebenswürdiges
    Mädchen, das ihm seine Launen nie übel nahm und ihm verzieh, wenn er tagelang nicht mehr wusste, wer sie war.
    Er war
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  • Mitsamt ihrer neuen Beute verließ Venette den kleinen aber unheimlich gemütlichen Kräuterladen. In ihrem Beutel befand sich nun eine Mischung von Tränken, die selbstverständlich nicht zusammengemischt werden sollte.
    Erneut öffnete die Schwarzhaarige ihren Beutel und blickte grinsend auf den Inhalt: Eine Phiole gefüllt mit grüner Flüssigkeit, ein Mittel zum inhalieren, welches beruhigend wirken soll. Teekräuter eines Tees, welcher das Herz zum rasen bringt und zuletzt ihr bester Schatz:
    Eine Phiole mit einer pinken Flüssigkeit. Ein äußerst potenter Liebestrank, so versprach dieses Kräutermädchen. Das Kräutermädchen, oder die Kräuterhexe, wie Venette sie im Kopf behielt, schien sich mit jeder Art Kraut auszukennen und das machte sie in den Augen der Schwarzhaarigen
    äußerst gefährlich. Sie könnte ganz Calpheon auf eine Art und Weise vergiften, bei der die Wachleute es erst herausfinden würden, wer es war, wenn es längst zu spät ist. Venette schüttelte den Kopf und vertrieb sich
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  • „Vex, du musst aufstehen.", flüsterte die unendlich angenehme Stimme in mein Ohr.
    Ich öffnete die Augen und musste mich nicht lange an irgendeine Helligkeit gewöhnen, noch immer lag ich in dem Bett in Linwes und Hulons Versteck. Licht gab es hier nur spärlich. Doch meine Augen sorgten für einen Ausgleich und alles legte sich in einen grünen Schimmer, der mir genug Sicht in der Dunkelheit gewährte. Neben mir saß Aurelia auf dem Bett und lächelte mich sanft an.
    „Linwe und Hulon sind im Tischraum. Sie warten darauf, dass du wach wirst."
    Mein Blick fiel wieder auf Aurelia, die Elfe so ewig schön, ich fühlte mich unwürdig sie mehr als nur wenige Momente anzusehen. Also stand ich auf und spürte immer noch die Müdigkeit in jeder Faser meines Körpers. Es waren nur drei Schritte bis zum Vorhang, welcher den Tischraum von meinem Zimmer trennte und so stand ich schnell bei den anderen. Sowohl Linwe und Hulon starrten mich an, bis Linwe lächelte und die Stille brach:
    „Du warst lange weg, aber
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  • Sie stand am Rande einer Klippe, vor sich die weite und Freiheit des Meeres, in ihrem Rücken der Abhang, der Pfad durch den Wald und weit hinter sich die Mauern der Stadt. Sie wusste das sie loslassen musste. Ein schweres seufzen entfloh ihren Lippen, es tat weh, so sehr wie sie es noch nie in ihrem Leben empfunden hatte. Lange blieb sie reglos dort stehen, die langen Haare vom Wnd verweht, und erst kurz vor der Dämmerung wendete sie sich ab und betrat den Wald. "Ist es immer so schwer?" fragte sie dann die Blonde, welche die ganze Zeiet auf sie gewartet hatte. "Jedesmal und manchmal noch schlimmer." "So wie bei dir? Konntest du loslassen, oder hält es dich noch fest." "Es wird noch seine Zeit brauchen, aber ich werde loslassen, weil ich keine andere Wahl habe." Schweigend stiegen beide auf folgtem dem Pfad durch den Wald, bis die Blonde ihr Pferd zügelte. Sie lauschte, nickte der Begleitung zu loszureiten. Sie selbst stieg ab, betrat den Wald und folgte dem unsichtbaren Band… [Weiterlesen]