Jäger 4

Neia ist eine Jägerin. Ihre Beute: Böse Buben.

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  • Zufrieden verließ ich das Büro der Erzpriesterin Lavellan Carvain. Nach den Ereignissen letzter Wochen befürchtete ich fast, auch hier muss ich eindringlich werden. Dann wiederum erwartete ich eine gewisse Scharfsinnigkeit der Geistlichen.
    Meine Beine trugen mich durch die feinen und sauberen Straßen des Adelsviertels, Licht wurde durch den Mond gespendet, welcher hell durch die klare und eiskalte Nacht schien. Ab und zu kamen mir Wachleute entgegen, welche mich mit Skepsis musterten aber ansonsten in Ruhe ließen. Bei der jetzigen Lage überrascht es nicht, dass sie vorsichtig sind. Mein Weg führte mich an dem Springbrunnen nahe der Brücke zum Osttor vorbei, hin zu den Gärten neben den Auktionshaus. Die Gärten, gepflegt und gezähmt, war eigentlich nichts weiter als ein Quadrat mit Hecken in hohen Töpfen aus Stein. Auch wenn dieser Garten nicht so hoch gelegen war wie der neben dem Kalis-Rat, so konnte ich dennoch viele Teile der Stadt überblicken. Nur das Kapellenviertel verblieb… [Weiterlesen]
  • "Neia, Neia!", kam mein Name aus dem Mund der Elfe an meiner Seite.
    Ich ignorierte sie aber vehement, meine Gedanken lagen bei dem kommenden Gespräch mit Hochinquisitor Krasila. Ein Inquisitor der zuständig für magische Artefakte oder Hexengegenstände ist, größtenteils. Sein Büro lag im Kapellenviertel, direkt neben der Walkürenakademie, und so bahnten wir uns den Weg nach oben auf der steilen Treppe direkt neben der Handwerkerstraße. Rechts neben uns konnte man die ganze Pracht Calpheons erleben, links neben uns die Säulen Calpheons: Schmiede und Handwerker aller Art. Wie immer trug ich weiß gepaart mit Gold, dazu mein schwarzer Hut mit der dunklen Feder. Die blonde Elfe hinter mir hingegen entschied sich für einen Stil, der sie erst so 'berühmt' machte, innerhalb der Stadt: Luftig. Ihre Kluft bestand aus einer Mischung aus Stoff und Leder, schwarz und rot, wobei besonders auffällig ist, dass sie keine Hose trägt. Lediglich einen kleinen Rock, der kaum über die… [Weiterlesen]
  • „Ich werde mich um sie kümmern, Dame Jägerin.", versprach die junge Priesterin Elions mir und nahm die Kinder bei der Hand.
    Dabei sprach sie meinen 'Titel' aus, als wäre es ein Fluchwort. Wie so viele der Priester verachtete auch sie mich, wusste aber genau, ich stehe über ihr. In vielerlei Hinsicht.
    Lächelnd nickte ich ihr zu, drehte mich um und begann meinen Spaziergang durch das Adelsviertel der wunderschönen Hauptstadt Calpheons. Einmal aus der prächtigen Kirche getreten empfing mich die kalte Sonne gepaart mit dem beißenden Wind. Mir machte die Kälte nichts, sondern begrüßte ich sie mit einem tiefen einatmen. Vor mir lag der große Platz mit dem teuer aussehenden Springbrunnen in der Mitte. Wie immer wimmeltes hier von Soldaten und Persönlichkeiten der Kirche. Ganz selten sieht man sogar die Mitglieder des Kalis Rats, wenn man Glück hat. Mein Weg führte mich nach links, direkt am Ratsgebäude vorbei hin zu dem höchsten Garten Calpheons. Hier konnte man auch 'normale'… [Weiterlesen]
  • Die kalte Sonne schien und badete die Handelsroute zwischen Calpheon und Kamasilvia, genauer in der Nähe von Behr, in goldenes Licht. Dadurch herrschte nicht die übliche Kälte sondern eine ganz angenehme Temperatur, wenn der Wind nicht wehte. Doch selbst wenn es kalt sein würde, würden die Kinder der Familie Harian nichtsdestotrotz draußen spielen. Ein älterer Junge und ein Mädchen, beide mit braunen Haaren wie die Eltern. Gerade spielten sie mit Stöcken, übten den Kampf, den ihr Vater ihnen immer beibringen wollte. Sie balancierten auf den umgefallenen Bäumen, den nassen Steinen direkt neben dem Bach, welcher den Berg hinab lief und wichen den Ästen aus. Beide stoppten aber sofort, als sie eine Frau den einzigen Trampelpfad, den es hier gibt, hinaufkommen sahen. Eine Frau in weißer Kleidung und einem schwarzen Hut. Besonders auffällig die bronzenen Verzierungen überall auf der Kleidung oder die silbernen Reife um den rechten Unterarm. Die Kinder, Gwion und Morna,… [Weiterlesen]